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Beim Berufsbildungswerk soll die Umgehung beginnen.
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Beim Berufsbildungswerk soll die Umgehung beginnen.

Karben

Nordumgehung wird teurer als geplant

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Die Kosten für das Infrastrukturprojekt steigen um mehr als 3,5 Millionen Euro.

Ich bin noch nicht mal zur Schule gegangen, als die Diskussion über die Nordumgehung begann“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson (Die Grünen) gestern. Rund 40 Jahre ist das her. Am Dienstag nun war Samson in den Heldenberger Weg nach Karben gekommen, um Landrat Joachim Arnold (SPD) einen Förderbescheid in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro zu übergeben. Mit dem Zuschuss kann der Wetteraukreis einen Großteil der auf ihn entfallenden Projektkosten von gut 2,7 Millionen Euro decken.

Mit dem Bau der Kreisstraße soll das insgesamt 20 Millionen Euro teure Gemeinschaftsprojekt von Land und Kreis schon in der kommenden Woche starten. Für den 20. August ist der symbolische Spatenstich geplant. Bis Weihnachten, so Bürgermeister Guido Rahn (CDU), könnte dieser erste Abschnitt, zu dem auch der Bau eines Kreisverkehrs am Kreuzungspunkt mit der Landesstraße 3351 zwischen Burg-Gräfenrode und Groß-Karben gehört, fertig sein.

Weniger gefallen dürfte den Bauherren indes, dass die bei Beginn der Vorabeiten Anfang 2013 veranschlagten rund 16,2 Millionen für Bau und Grunderwerb um 3,8 Millionen Euro gestiegen sind. Der Anteil des Landes stieg laut eines Ministeriumssprechers von 14,6 auf 17,3 Millionen Euro, der des Kreises von 1,6 auf 2,7 Millionen Euro.

„Der Untergrund hat sich als schwieriger herausgestellt“, so der Sprecher. „Verfestigungen“ seien notwendig gewesen. Außerdem sei die Verlegung von Leitungen teurer geworden. Mit der Stadt Karben habe das Land den Anstieg der Kosten schon im vergangenen Herbst in einer „Ergänzungsvereinbarung“ geregelt.

Karben hatte sich im Frühjahr 2012 bereiterklärt, den Anteil des Landes vorzufinanzieren, weil das Land die Finanzierung nicht garantieren konnte. Das Land verpflichtete sich im Gegenzug, das Geld von 2015 an in drei Jahresraten und einer Schlussrate zurückzuzahlen. Zusätzlich will die Stadt einen Lärmschutzwall für rund 200 000 Euro bauen. Damit habe man schließlich auch die Gegner der Umgehung „eingefangen“, so Rahn.

„Die Nordumgehung wird die Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt Groß-Karben erheblich verringern“, sagte Staatssekretär Samson am Dienstag. Sie sorge für weniger Lärm und Abgase im Ortskern, und die Berufspendler könnten Zeit sparen. Schätzungen zufolge könnte das tägliche Verkehrsaufkommen auf der Bahnhofstraße um bis zu 10 000 Fahrzeuge abnehmen.

So sehr sich der Bürgermeister über den baldigen Baubeginn freute, so eindringlich wies er darauf hin, dass ein Zeitraum von 40 Jahren zwischen Diskussions- und Baubeginn zu lang sei. „Es muss zügiger gebaut werden“, sagte Rahn. In die Schulzeit des Staatssekretärs wäre der Baubeginn aber wohl trotzdem nicht gefallen.

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