Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die renaturierte Nidda am alten Wehr in Nied ...
+
Die renaturierte Nidda am alten Wehr in Nied ...

Wetterau

Nidda Stück für Stück naturiert

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
    schließen

In der Wetterau fließt die Nidda in vielen Abschnitten wieder frei. Seltene Tier- und Pflanzenarten kehren dadurch zurück.

Der größte Teil der Nidda, rund 60 Kilometer, verläuft durch die Wetterau. Hier durchfließt sie die gleichnamige Stadt und bahnt sich ihren Weg durch Ranstadt, Florstadt, Niddatal, Karben und Bad Vilbel, bevor sie Frankfurt erreicht. Vor allem ihre Renaturierung ist in der Wetterau ein großes Thema. In den zurückliegenden zwei Jahrzehnten hat sich der Fluss in seinen dortigen Abschnitten entsprechend stark verändert.

Nach der Begradigung und Kanalisierung in den 60er und 70er Jahren begann man hier Ende der 90er damit, Abschnitt um Abschnitt zu renaturieren. Vielerorts konnte sich die Natur erholen und seltene Tier- und Pflanzenarten sind zurückgekehrt. Der Gewässerökologe Gottfried Lehr aus Bad Vilbel, der selbst schon viele Renaturierungen geplant und durchgeführt hat, meint sogar, es sei nur eine Frage der Zeit, „bis der Lachs kommt“.

In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten war Lehr, der auch „Nidda-Papst“ genannt wird und Lieder über den Fluss geschrieben hat, für mehr als 100 Flussrenaturierungen in der Region verantwortlich.

 In der Wetterau haben sich die Nidda und ihre Umgebung zuletzt vor allem in Karben, rund 15 Kilometer nordöstlich von Frankfurt, verändert. 2014 und 2015 wurde der Fluss zwischen Klein-Karben und dem Bad Vilbeler Stadtteil Dortelweil auf einer Strecke von etwa einem Kilometer renaturiert. Retentionsflächen wurden erweitert, eine neue Gewässerschleife angelegt und neuer Lebensraum für Biber und Eisvogel geschaffen.

Später als geplant wird die Nidda zwischen dem ASB-Pflegeheim und den Sportplätzen in Klein-Karben vom Spätsommer an ein flacheres Ufer, ein breiteres Flussbett und Aufenthaltsplätze direkt am Wasser erhalten. Vor einigen Tagen haben die Vorbereitungen für das 3,6 Millionen teure Projekt begonnen. Telekom Unitymedia, Hassia und Oberhessische Versorgungsbetriebe müssen ihre Leitungen am Niddaufer verlegen.

Auch in Bad Vilbel, bevor die Nidda die Wetterau verlässt, ist sie Lehr zufolge  in den vergangenen Jahren auf einer Strecke von etwa drei Kilometern renaturiert worden – bei Dortelweil, Gronau und nahe der Büchereibrücke in der Bad Vilbeler Innenstadt.

Laut Frank-Uwe Pfuhl vom Nabu Wetterau lässt sich die Nidda aber nicht überall aus ihrem engen Korsett befreien und wieder attraktiver für Eisvogel, Biber und Co. machen. Dies sei an Orten der Fall, an denen die Bebauung zu nah am Fluss sei.

Teilweise sei es auch schwierig, an die benötigten Flächen zu kommen, weil die Eigentümer sie nicht verkaufen wollten. Von den 60 Kilometern in der Wetterau sind nach Schätzungen von Gewässerökologe Lehr 20 renaturiert, weitere 20 stünden noch aus. Auf einer Strecke von 15 Kilometern sei eine Renaturierung nicht nötig, bei fünf aus den genannten Gründen nicht möglich, sagt Lehr.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare