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Bad Nauheim

Nicht nur Wohnen in Alter Saline

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Die SPD-Opposition plädiert für eine Mischnutzung der Alten Saline am Goldstein und will dort auch Gewerbe unterbringen. Höhere Angebote liegen hierfür bereits vor.

Am kommenden Dienstag dürfte es in der Trinkkuranlage von Bad Nauheim hoch hergehen. Dann entscheiden die Stadtverordneten über den Verkauf der Alten Saline am Goldstein. In der vergangenen Woche schon haben der Bau- sowie der Haupt- und Finanzausschuss mehrheitlich für den Vorschlag des Magistrats gestimmt. Der will das historische Gebäude an das Architektur- und Ingenieurbüro Raab und Schmale aus Bad Nauheim verkaufen. Geplant sind Wohnungen, zum Teil in einem Neubau.

Zum anderen aber auch in der Alten Saline, sagt Johannes Krautwurst (SPD). Seine Fraktion fordert, diese Pläne zu überdenken. „Wir wollen eine Mischnutzung“, sagt er. Statt der Wohnungen im Inneren der historischen Gebäudes will die SPD dort Gewerbe unterbringen. So könnten dort Manufakturen ihre Arbeit vor den Augen der Öffentlichkeit machen, sagt Krautwurst. Durch gewerbliche Nutzung würde die Architektur im Innern nicht so stark verändert wie durch Wohnungen.

Verbindung zum Goldstein schaffen

Kleine Manufakturen könnten außerdem eine Brücke zum Stadtviertel jenseits der Bahnlinie dem Goldstein, herstellen, schreibt Krautwurst in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Obwohl sich das Wohngebiet im letzten Jahrzehnt sicherlich auf mehr als das Doppelte vergrößert hat, gibt es dort zum Beispiel keinerlei Gastronomie.“ Die beiden von der SPD favorisierten Mischkonzepte böten mit der eingeplanten Brasserie und dem Veranstaltungssaal einen Ansatz dafür. Die beiden Angebote, von denen Krautwurst spricht, übertreffen die von Raab und Schmale gebotenen drei Millionen Euro.

So hat das Architektur- und Planungsbüro a5 bei der Ausschusssitzung vergangenen Woche ein Mischkonzept vorgelegt und der Stadt 3,35 Millionen Euro geboten. Er wurde mehrheitlich abgelehnt. Nun soll es laut Jürgen Burdak vom 3B Bürger-Bündnis bis zum kommenden Dienstag ein zweites neues Angebot geben, und zwar von dem Büro Kaiserberg aus Bad Nauheim. Deren Angebot soll noch mal höher liegen als das von a5.

Burdak, der stets ein Kritiker der „intransparenten“ Verfahrensweise bei dem Grundstücksverkauf war und wie die SPD eine Mischnutzung vorzieht, baut darauf. Für den Fall, dass die Stadtverordneten die höheren Angebote mehrheitlich ausschlagen sollten, weiß er jetzt schon: „Wir werden die Kommunalaufsicht einschalten.“ Vor dem Hintergrund, dass der Haushalt nicht genehmigt wurde, könne es nicht sein, dass die Stadt Geld verschenke.

Bürgermeister Armin Häuser (CDU) sagt, er kenne das zweite Angebot noch nicht. Das macht für ihn aber keinen Unterschied. Er will es ohnehin nicht mehr in Erwägung ziehen. Häuser: „Wenn wir es jetzt noch mal aufmachen, kriegen wir es nie zu.“

Stadtverordnetenversammlung Dienstag, 27. Mai, 19:30 Uhr, Konzertsaal des Bürgerzentrums Trinkkuranlage, Ernst-Ludwig-Ring 1.

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