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Ein neues Konzept für den Vilbus

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Von: Jens Joachim

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Eine von 13: Auch die Haltestelle am Grünen Weg in der Bad Vilbeler Kernstadt wird Ende nächsten Jahres abgebaut.
Eine von 13: Auch die Haltestelle am Grünen Weg in der Bad Vilbeler Kernstadt wird Ende nächsten Jahres abgebaut. © Renate Hoyer

Die Stadtwerke Bad Vilbel wollen ab Ende 2017 kleinere Busse in der Stadt einsetzen. 13 Haltestellen sollen ersatzlos gestrichen werden.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 werden die Stadtwerke Bad Vilbel den Vilbus-Verkehr in der Stadt neu strukturieren. Geplant ist, die Linien neu auszuschreiben und eine Konzession für zehn Jahre zu vergeben. Das hat Stadtwerke-Geschäftsführer Ralph Franke gestern angekündigt. Das Konzept, das am Dienstagabend den Stadtverordneten und Vertretern der Ortsbeiräte vorgestellt wurde, sieht kleinere Änderungen bei den Linienführungen vor. Zudem sollen 13 Haltestellen ersatzlos gestrichen und neue Fahrzeuge auf den fünf Busstrecken eingesetzt werden. Geplant ist, die bisherigen mittelgroßen Busse mit etwa 40 Plätzen durch kleinere Busse für rund 25 Fahrgäste zu ersetzen. Die kleineren Fahrzeuge sollen im Innenstadtverkehr sowie in den Stadtteilen Gronau und Massenheim zum Einsatz kommen. Zwölf Meter lange Standardbusse mit 70 Sitz- und Stehplätzen sollen weiterhin nach Dortelweil und auf den Heilsberg fahren.

Nach den Worten Frankes ist der Vilbus-Verkehr in den vergangenen Jahren von der Firma IMB Plan untersucht worden. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im vorigen Jahr im Gesamtverkehrsplan der Stadt veröffentlicht. Die Untersuchung ergab, dass die Vilbus-Linien eine „sehr unterschiedliche Auslastung haben“. Die IMB Plan empfahl, einige Haltestellen „könnten zur Disposition gestellt werden“.

Um den Busverkehr auch wirtschaftlicher zu gestalten, sollen laut Rüdiger Milke, dem Kaufmännischen Leiter der Stadtwerke, in der Innenstadt die Haltestellen Grüner Weg, Ulmenweg, Berliner Straße (2) , Elisabethenstraße (2), Elisabethenhain und Siesmayerstraße entfallen. In Massenheim werden die Haltestellen Saalburgstraße, Im Mühlengrund und Berufsförderungswerk gestrichen und ein neuer Halt an der Hainstraße eingerichtet. In Dortelweil sollen die Haltestellen an der Limes- und der Raiffeisenstraße wegfallen.

Nach den Worten Milkes sollen die kleineren Busse eingesetzt werden, weil es auf den Touren um den innerstädtischen Niederberg, in Gronau und Massenheim an Engstellen und wegen verkehrswidrigen Parkens immer wieder zu Verzögerungen komme. Zudem benötigten die kleineren Fahrzeuge weniger Sprit und seien besser ausgelastet.

Wegen der geringen Auslastung der Linie 63 soll die Routenführung von und nach Massenheim leicht modifiziert werden. Die Schleife zum Berufsförderungswerk und über die Saalburgstraße soll entfallen. Perspektivisch könnte eine Runde durch das Gewerbegebiet gedreht werden. Zudem sollen die Busse der Linien 63 und 61 künftig an östlich des Nordbahnhofs halten, wo ein barrierefreier Umstieg zu den Zügen möglich wäre. Einen Abstecher nach Alt-Dortelweil sollen die Busse der Linie 64 künftig nur noch im Stundentakt machen.

Laut Geschäftsführer Franke kostet der Betrieb der Vilbus-Linien die Stadtwerke jährlich fast eine Million Euro. Die Stadt zahlt einen Zuschuss von 600 000 Euro. Die geplante Neustrukturierung bezeichnete Franke als Kompromiss und als eine „nachhaltige Konzeption“.

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