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Die Bäume des Anstoßes neben der Dreifeldhalle.
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Die Bäume des Anstoßes neben der Dreifeldhalle.

Bad Vilbel

Neuer Streit über Bäume

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Der BUND kritisiert die zu dichte Bebauung neben der Dreifeldhalle auf dem Heilsberg.

Kaum sind die Bäume im Baugebiet Taunusblick auf dem Heilsberg an der Carl-Schurz-Straße zu aller Zufriedenheit gepflanzt, gibt es wieder Ärger – ebenfalls um gepflanzte Bäume. Diesmal geht es um diejenigen, die neuerdings auf dem Grünstreifen neben der neuen Dreifeld-Sporthalle stehen. Die Halle „bekommt derzeit ein wenig die Aura eines Heldenfriedhofs“, kritisiert der BUND in einer Mitteilung. Grund dafür seien die Bäume in Säulenform, die eher für Trauerhaine auf Friedhöfen geeignet seien als für größere Freiflächen, schreibt der Ortsverband. Viel ansprechender seien Bäume, die fünf bis sechs Meter hoch wachsen würden.

Peter Paul, der zusammen mit Monika Mischke den Bad Vilbeler BUND-Vorstand bildet und außerdem für die Grünen-Fraktion umweltpolitischer Sprecher ist, sagte gestern auf Nachfrage: Man hätte keine Säulenform nehmen sollen, sondern schöne, große Laubbäume wie Buchen oder Eichen.“ Diese wüchsen sich zu „Baumpersönlichkeiten“ aus.

Bäume mit großen Kronen seien in vielerlei Hinsicht ökologisch wertvoller, so Paul. So könnten dort mehr Vögel nisten, sie böten Lebensraum für mehr Insekten und wegen des größeren Laubanteils als bei den Säulenbäumen würden sie mehr Photosynthese betreiben.

Doch nicht nur um den Taunusblick geht es dem BUND. Wie steht es um die künftigen Baumpflanzungen in der Quellenstadt? Welche Arten wird es etwa auf dem Bahnhofsvorplatz geben, der derzeit neu gestaltet wird?

Stadtrat Klaus Minkel (CDU), der auch für das Gartenamt zuständig ist, ließ auf Anfrage wissen: „Die Säulenform ist wegen der Platzforderung großkroniger Bäume unvermeidbar. Ansonsten müsste laufend teuer zurückgeschnitten werden, was den Bäumen nicht gefällt. Die Baumauswahl ist fachlich OK.“

Auf die Fragen, welche Baumformen in der Dieselstraße gepflanzt wurden und welche am Bahnhofsvorplatz wachsen sollen, antwortet Minkel kurz und bündig: „In der Regel nicht großkronig.“

BUND-Mann Paul fordert indessen, dass sich die Stadt bei der Auswahl der künftigen Bäume an der sogenannten Galk-Liste orientieren solle. Die Abkürzung Galk steht für Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz, in der viele Städte Mitglied sind, die Stadt Bad Vilbel laut den Internetseiten der Konferenz nicht.

Die Galk gibt mit der regelmäßig aktualisierten Liste den Städten Bewertungskriterien an die Hand, welche Straßenbäume an welchen Stellen am besten gepflanzt werden. Dazu gehören etwa Standortansprüche wie Licht- oder Wasserbedarf, aber auch der gärtnerische Aufwand. Im Juni 2015 hatten die Stadtverordneten beschlossen, „dass bei der Neupflanzung von Straßenbäumen die Empfehlungen der Galk berücksichtigt werden“. Grundlage war ein Antrag der Grünen. Ob sich die Stadt bei den Baumpflanzungen daran orientiert, beantwortete Stadtrat Minkel gestern nicht.

Allerdings heißt es auch bei der Galk, dass wegen der regionalen Besonderheiten, etwa das Klima, eine „stark abweichende Beurteilung von hier genannten Baumarten“ nötig sein könnte. Eigene Beobachtungen seien deshalb erforderlich.

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