Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Künftig könnten in der ehemaligen Kaserne bis zu 1000 Menschen leben.
+
Künftig könnten in der ehemaligen Kaserne bis zu 1000 Menschen leben.

Friedberg

Neuer Stadtteil rückt näher

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
    schließen

Auf dem Gelände der Ray-Barracks soll ein neuer Stadtteil mit einem Bahnhof entstehen. Er böte etwa 1000 Menschen Platz. Doch noch müssen die Pläne die politischen Gremien passieren.

Rund 1000 Menschen leben auf dem Gelände der einstigen Kaserne, den Ray Barracks. Nachdem sie ihre Kinder in den Kindergarten dort gebracht haben, machen sie sich auf den Weg zum Bahnhof Süd, um zur Arbeit zu fahren. Den gibt es, seit das neue „Kleinzentrum“, wie Bürgermeister Michael Keller (SPD) es nennt, fertig ist. Am Nachmittag kaufen sie in dem Lebensmittelmarkt in ihrem neuen Quartier ein. Wem es dort zu teuer ist, geht zum ebenfalls neuen Discounter.

Soweit die Visionen zur Zukunft der ehemaligen Kaserne. Der Umsetzung der Ideen ist die Stadt jetzt ein Stück näher gekommen. So beschäftigte sich der Bauausschuss vergangene Woche mit der Vorlage zur Konversion, die der Magistrat erarbeitet hatte. Diese wird die Grundlage für die Stellungnahme sein, die die Stadt bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) noch abgeben muss. Die Bima ist noch Eigentümerin der Kaserne und wartet auf diese Stellungnahme, um mit der Ausschreibung des Geländes zu beginnen. Klaus Armbrecht, Bima-Verkaufsteamleiter: „Wir schreiben nur im Einvernehmen mit der Stadt aus, weil diese das Planungsrecht hat.“

Beschlossen hat der Ausschuss die Vorlage aber noch nicht. Die Grünen wollten zuerst 28 Fragen beantwortet haben, wozu sich der Ausschuss ad hoc nicht in der Lage gesehen habe, sagte der stellvertretende Vorsitzende Michael Klaus (SPD) am Mittwoch auf Anfrage.

Bürgermeister Keller sagte, die Fragen seien schnell beantwortet. Probleme grundsätzlicher Art gebe es nicht. Und auch der grüne Fraktionsvorsitzende Florian Uebelacker sagte zur FR: „Grundsätzlich sind wir mit der Entwicklung einverstanden.“ Seiner Fraktion gehe es unter anderem darum, dass der Magistrat prüfe, inwieweit die Stadt selbst zusammen mit anderen Interessenten das Gelände kaufen könne.

In der Magistratsvorlage heißt es dazu: Ziel der Stadt sei es, „dass die Bima das gesamte Kasernengelände an einen Interessenten veräußert“. Das müsse nicht ein einziger Investor sein, so Keller, sondern könne auch ein Konsortium aus mehreren Gesellschaften sein. Das ist deshalb so angedacht, weil es auf dem Gelände mehr als eine Wirtschaftsbranche geben wird: Neben den Gesellschaften für Wohnungsbau – im Gespräch sind hier die Frankfurter ABG Holding, die Nassauische Heimstätte und die Friedberger städtische Wohnungsbau – auch Technologie- und andere Gewerbefirmen sowie die Supermarkt-Betreiber.

Auch neue Radwege und große Grünflächen sind geplant, um eine sogenannte „Grüne Mitte“ entstehen zu lassen.

Eines soll aber nicht kommen: Großmärkte, die den Geschäften in der Innenstadt Konkurrenz machten, so Keller. Ob das neue Wohn- und Gewerbegebiet auch das Zeug zu einem eigenen Stadtteil haben wird, muss sich erst noch erweisen. Auf jeden Fall hat der Bürgermeister schon eine Vision für einen Namen: „Elvis Gardens“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare