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Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember erhöhte der RMV seine Fahrpreise um 2,8 Prozent. "Die Verbindungen schlechter, gleichzeitig höhere Preise, das ist sehr schlechte Kost", sagt Jürgen Priem, Sprecher des Fahrgastbeirates Wetterau, einem offiziellen Gremium der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO), die den Bahn- und Busverkehr in der Wetterau organisiert. Es gebe reichlich Beschwerden über den neuen Fahrplan, bestätigt Priem.
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Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember erhöhte der RMV seine Fahrpreise um 2,8 Prozent. "Die Verbindungen schlechter, gleichzeitig höhere Preise, das ist sehr schlechte Kost", sagt Jürgen Priem, Sprecher des Fahrgastbeirates Wetterau, einem offiziellen Gremium der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO), die den Bahn- und Busverkehr in der Wetterau organisiert. Es gebe reichlich Beschwerden über den neuen Fahrplan, bestätigt Priem.

Nahverkehr in der Wetterau

Neuer Fahrplan sorgt für reichlich Ärger

"Die Verbindungen schlechter, gleichzeitig höhere Preise, das ist sehr schlechte Kost", sagt Jürgen Priem, Sprecher des Fahrgastbeirates Wetterau. Betroffen sind vor allem Regionalexpresszüge.

Von Bruno Rieb

Tausende Berufspendler müssten darunter leiden, dass einige Hundert Fernreisende schneller ans Ziel kommen sollen, so bringt Jürgen Lerch die Sache auf den Punkt und fügt empört hinzu: "Das kann nicht sein!"

Lerch ist Sprecher des Fahrgastverbandes von Pro Bahn und Bus Mittelhessen. Seit Dezember gilt ein neuer Fahrplan des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Und der sorgt für reichlich Ärger unter den Fahrgästen. "Wir bekommen viele Beschwerden", sagt Lerch.

In dem neuen Fahrplan wird der Nahverkehr in Mittelhessen ausgebremst, damit der zwischen Hamburg und Karlsruhe verkehrende Intercity schneller ans Ziel kommt.

Betroffen sind vor allem der Mittelhessenexpress (MHE) und Regionalexpresszüge. Der Mittelhessenexpress wird in den geraden Stunden von dem IC in Gießen überholt. Die Fahrzeit des MHE verlängert sich dadurch um bis zu 20 Minuten.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember erhöhte der RMV auch noch seine Fahrpreise um 2,8 Prozent. "Die Verbindungen schlechter, gleichzeitig höhere Preise, das ist sehr schlechte Kost", sagt Jürgen Priem, Sprecher des Fahrgastbeirates Wetterau, einem offiziellen Gremium der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO), die den Bahn- und Busverkehr in der Wetterau organisiert. Es gebe reichlich Beschwerden über den neuen Fahrplan, bestätigt Priem.

Die Grünen machen den Fahrplan-Ärger zum Thema in der nächsten Sitzung des Kreistages. Sie beantragen, die Aufgabenträger im Nahverkehr VGO, ZOV-Verkehr und RMV aufzufordern, spätestens zum Start des Fahrplans 2011 für Verbesserungen zu sorgen. "Dieser Fahrplan bedeutet für mich, dass ich pro Monat einen Arbeitstag länger unterwegs bin", zitiert der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Michael Rückl, einen Fahrgast aus Wölfersheim-Berstadt.

Fahrgastlobbyist Lerch beklagt auch, dass der Mittelhessenexpress mit dem neuen Fahrplan unregelmäßig verkehrt. Die Fahrgäste könnten sich den Fahrplan dadurch nur noch schwer merken.

Die Institutionen VGO, ZOV-Verkehr und RMV sollen mit dem Fahrgastbeirat, mit Pro Bahn und mit dem Bus und Verkehrsclub Deutschland (VCD) Alternativen zum aktuellen Fahrplan ausarbeiten, fordern die Grünen. Hauptziel solle sein, wieder einen "sauberen Stundentakt" auf der Main-Weser-Bahn zu schaffen.RMV-Sprecher Peter Voller sieht keinen Handlungsbedarf. Es gebe nicht mehr Kritik als bei anderen Fahrplanwechseln. Das Problem sei, Fern- und Nahverkehr unter einen Hut zu bringen. Durch die Beschleunigung solle der Intercity wirtschaftlich attraktiver werden. Das sei auch im Interesse der Region, denn die werde sonst "vom Fernverkehr abgehängt". Nah- und Fernverkehr kämen sich wegen der fehlenden dritten und vierten Gleise zwischen Frankfurt und Friedberg ins Gehege. Erst wenn die geschaffen seien, könne der Fahrplan optimal gestaltet werden, so Vollmer.

Stefan Klöppel, Leiter von ZOV-Verkehr, sieht durchaus Handlungsbedarf. Vor allem auf der Bahnlinie zwischen Friedberg und Wölfersheim müsse es Nachbesserungen geben. Eigentlich auch bei der S6. Aber da sieht Klöppel wenig Chancen ohne Gleis drei und vier.

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