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Joachim Schulz ist neuer Vorsitzender des Ortsbeirats Massenheim.
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Joachim Schulz ist neuer Vorsitzender des Ortsbeirats Massenheim.

Massenheim

Neuer Chef im Ortsbeirat

  • Tina Full-Euler
    VonTina Full-Euler
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Massenheim ist für ihn "fast das perfekte Dorf". Joachim Schulz führt seit zwei Monaten den Ortsbeirat in dem Bad Vilbeler Stadtteil. Von Tina Full-Euler

Massenheim ist für ihn "fast das perfekte Dorf". Der das sagt, ist dort Ortsvorsteher und gebürtiger Hamburger. Joachim Schulz (CDU) hat die Nachfolge des langjährigen Ortsvorstehers Jörg Schatz (CDU) angetreten. Nach 20 Jahren hatte Schatz zum Jahresende sein Amt niedergelegt. Ende Januar übergab er den Stab, selbst gebastelt versteht sich, an seinen Nachfolger.

Joachim Schulz dreht den Stab in seinen Händen. "Von J.S. an J.S." steht darauf zu lesen. "Wir haben die gleichen Initialen", sagt Schulz. Er spricht von einem "fließenden Übergang", will aber dennoch eigene Akzente setzen. "Ich bin mehr Teamarbeiter und möchte die Aufgaben auf mehreren Schultern verteilen", sagt der 62-Jährige.

Ob er das Amt übernehmen sollte, darüber haben er und seine Frau Ursula "sehr intensiv" gesprochen. "Ich habe mich lange dagegen gesträubt", sagt Ursula Schulz. Seit eineinhalb Jahren lebt das Ehepaar nun im Ruhestand. "Und diese Zeit wollten wir genießen", sagt die 62-Jährige. Die beiden führten den traditionsreichen Groß- und Einzelhandel "Fisch-Brenner" in Frankfurt. Den Großhandel hat mittlerweile der Sohn übernommen, den Einzelhandel hat die Familie aufgegeben.

In den 30 Jahren, die er in Massenheim wohnt, habe er sich immer sehr für die örtliche Politik interessiert, erzählt Schulz. "Ich war oft Gast im Ortsbeirat." Seit vier Jahren ist er offiziell dabei. "Mein Vorgänger hat mich umworben", sagt Schulz. Schatz habe "sehr rührig versucht, für Nachwuchs zu sorgen".

Joachim Schulz findet Massenheim "unheimlich schön". Es sei ein "gemütliches Runddorf" mit dem Dorfplatz als Mittel- und Treffpunkt. "Bei uns sind die Wege kurz. Das ist eines der Geheimnisse, warum hier so vieles gut funktioniert", erklärt der Ortsvorsteher. Dass es auch zwischenmenschlich klappt, zeige auch die Feierfreudigkeit der Massenheimer. Schulz, selbst Mitglied im Verein "Wir Massemer", organisiert seit 20 Jahren gemeinsam mit seiner Frau den Fischstand beim Dorfplatzfest.

Als Ortsvorsteher möchte Schulz "das Ohr am Bürger haben" und sich für die Interessen der Allgemeinheit einsetzen. Es sei Aufgabe eines Ortsbeirats, den Bürgerwillen in politische Bahnen zu lenken - vom Magistrat ins Stadtparlament. Die "beratende Funktion" des Gremiums dürfe in Vilbel "nicht unterschätzt werden": "Der Magistrat hier hört auf die Ortsbeiräte", findet Schulz.

Eines der nächsten größeren Projekte in Massenheim ist der Bau eines neuen Jugend- und Bürgertreffs am Sportplatz. "Das Grundstück ist gekauft, jetzt geht es in die Planung", sagt Schulz. Er rechnet noch in diesem Jahr mit ersten Vorarbeiten. Zu den wichtigen Themen in Massenheim zählt außerdem der Hochwasserschutz am Erlenbach. Hier wartet Schulz noch auf die endgültige Zuteilung der Landesmittel. Geplant sei ein renaturierter Flusslauf mit Wassererlebnisplätzen. Mit dem Magistrat habe Schulz "Mitsprache ausbedungen", wo und wann etwas am Flüsschen gemacht wird.

Sorgen machen dem Ortsvorsteher zurzeit die Schlammlawinen am Erlenring. Das Regenwasser trage den Schlamm in den Mühlengrund und dort in Garagen und Keller. Darüber will Schulz mit den Ortslandwirten ins Gespräch kommen.

Weitere politische Ambitionen, etwa ein Sitz im Stadtparlament, hegt Schulz nicht: "Ich möchte nichts anderes machen als diesen Ortsteil." Und da gebe es bei näherem Hinsehen immer wieder etwas zu tun, sei es eine fehlende Parkbank oder ein kaputtes Gerät auf dem Spielplatz.

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