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Wissenschaftler begleiten in der Wetterau die Bauarbeiten auf der A5.
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Wissenschaftler begleiten in der Wetterau die Bauarbeiten auf der A5.

Baustellen Wetterau

Neuer Asphalt im Test

Wissenschaftler begleiten die Pilotbaustelle in der Wetterau. Sie untersuchen, ob der neue Asphalt tatsächlich mehr Lärm absorbiert und welche psychologische Wirkung die Baustelle auf Verkehrsteilnehmer hat.

Das hessische Projekt „Baustelle im 21. Jahrhundert“ steht nicht alleine da. Es ist Bestandteil des bis zum Jahr 2030 angelegten Forschungsprogramms des Bundesverkehrsministeriums mit dem Titel „Straße im 21. Jahrhundert“.

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Der Auftrag lautet, die Straßen der Republik fit zu machen für die Herausforderungen der Zukunft. Die sind vielfältig. Zum Beispiel die Demografie: Ein Ziel ist, Konzepte zu entwickeln, um den Mobilitätsbedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft gerecht zu werden. Ein weiterer Aspekt beschäftigt sich mit dem Klimawandel. Auch sollen neue Technologien eingesetzt werden. Der durch die Globalisierung weiter wachsende Verkehr soll durch sogenannte „intelligente Verkehrssysteme“ reibungslos rollen, heißt es in der Projektbeschreibung des Bundesverkehrsministeriums. Auch müsse Nachhaltigkeit bei Planung, Bau, Betrieb und Unterhaltung der Straße stattfinden. Die Mittel für das Programm stellt das 12-Milliarden-Programm für Bildung und Forschung zur Verfügung.

Die Pilotprojekte, also auch die „Baustelle des 21. Jahrhundert“, werden wissenschaftlich begleitet. Beauftragt ist damit die Bundesanstalt für Straßenwesen. Das Team setzt sich aus Bauingenieuren, zwei Physikern und einem Diplomingenieur für Elektrotechnik zusammen. Sie haben sich vier Schwerpunkte für ihre Untersuchung auf der Autobahn A 5 gesetzt. Im ersten Komplex geht es um die Frage, ob der Einsatz von deutlich genaueren Vermessungsgeräten die Qualität der Arbeit verbessern könnte. Auf der A 5 wird ein sogenannter Grader (Planierer) einsetzt, der per GPS erfährt, auf welchem Niveau er zu arbeiten hat.

Neuer Ansatz bei Beschilderung

Der zweite Themenbereich beschäftigt sich mit der Asphaltbauweise PMA (Porous Mastic Asphalt), die zwischen Ober-Mörlen und Friedberg erprobt werden soll. Das offenporige Material soll den Lärm absorbieren und ist so rau, dass es nicht – wie herkömmlicher Asphalt – zum Schluss mit Split abgestreut werden muss. Das spart wiederum Zeit.

Dritter Schwerpunkt sind die neuen Ansätze der Beschilderung der Arbeitsstelle – gemeint sind die Verkehrszeichen, die per LED-Beleuchtung das aktuelle Tempolimit angeben und die Verkehrsführung in der Baustelle. Sie sind auffälliger als die gewohnten Metallschilder. Die Wissenschaftler untersuchen, welche Auswirkungen dies auf den Verkehrsablauf hat.

Geschaut wird außerdem auf die psychologische Wirkung der Baustelle auf die Verkehrsteilnehmer. Die haben sie Möglichkeit, sich auf der Internetseite www.a5-baustelle.de zu informieren. Sie können ihre Fragen stellen und sich an einer Umfrage beteiligen. jur

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