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Monika Wystrach ist die neue Leiterin der Bibliothek.
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Monika Wystrach ist die neue Leiterin der Bibliothek.

Bad Vilbel

Neue Chefin für die Bibliothek

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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Die 46-jährige Monika Wystrach wird von April an die Stadtbibliothek leiten.

Nach zehnmonatiger Vakanz an der Spitze von Bad Vilbels prestigeträchtiger neuer Bibliothek gibt es von April an eine neue Leitung. Übernehmen wird sie die 46-jährige Monika Wystrach aus Kelkheim. Wystrach hat zuletzt die Bibliothek in Hattersheim geleitet. Dort war sie 17 Jahre lang. Bei ihrer offiziellen Vorstellung durch Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) und Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann zeigte sie sich gestern „begeistert von dem Gebäude“ und „sehr motiviert“, die neue Arbeitsstelle anzutreten. Beginnen wird sie zum 1. April.

Ihre Vorgängerin, Susanne Adolph, hatte die Bibliothek Ende Mai 2014 verlassen, weil sie sich von Kunzmann bevormundet fühlte. Seitdem hatte die zweite Frau im Haus, Bettina Hoppmann-Schrader, die Leitung kommissarisch übernommen.

Viel Erfahrung mit Lesungen

In Hattersheim hätten sich die Rahmenbedingungen für die Bücherei aufgrund der finanziellen Lage der Stadt zunehmend verschlechtert, sagte Wystrach gestern. Hattersheim unterliegt als Schutzschirmkommune einer besonders strikten Haushaltsdisziplin. Der Medienbestand dort liegt laut Wystrach bei rund 35 000 Medien. Ähnlich viele hat Bad Vilbel. Allerdings ist damit über der Nidda noch nicht die Zielmarke erreicht.

In den kommenden Jahren soll der Bestand auf 50 000 Medien aufgestockt werden. In Hattersheim seien die Ausleihzahlen zuletzt rückläufig gewesen, berichtet Wystrach. Die Bibliothek in Bad Vilbel habe zudem einen „sehr viel höheren Etat als der, mit dem ich bisher gearbeitet habe.

Viel Erfahrung bringt die Diplom-Bibliothekarin nach eigenen Angaben im Bereich Veranstaltungen mit. Hier habe sie in Hattersheim einen Schwerpunkt gesetzt; unter anderem habe es eine Reihe mit Lesungen an Orten außerhalb der Bibliothek gegeben. In Bad Vilbels Bibliothek hat kürzlich eine erste Veranstaltungsreihe begonnen. Diese könnten man in Richtung Kinder ausweiten, sagt Wystrach. Bevor sie konkrete Vorschläge mache, wolle sie sich aber ein Bild davon machen, was es schon gebe.

Wystrach hat sich laut Kunzmann gegen fast 40 andere Bewerber durchgesetzt, von denen die meisten auch die notwendigen Qualifikationen gehabt hätten. Die Frage, warum die Entscheidung letztlich auf Wystrach gefallen sei, beantwortete Kunzmann nicht. „Ich denke nicht, dass das hier hergehört“, sagte er und blieb im Vagen. „Erstmal muss uns die Persönlichkeit überzeugen“, betont er. Und wichtig sei natürlich auch, dass ein Bewerber die notwendigen Fähigkeiten mitbringe.

Förderverein geplant

Als Bibliotheksleiterin sei es ihr vor allem immer wichtig, mit dem ganzen Team einen offenen Umgang zu pflegen. „Mir war immer wichtig, dass alle hinter einer Entscheidung stehen“, sagte sie gestern. Egal ob festangestellte Mitarbeiter oder Mini-Jobber – alle sollten nach Möglichkeit über den gleichen Informationsstand verfügen, sagt sie.

Laut Stöhr soll es auch Wystrachs Aufgabe sein, „die Bibliothek in die Stadt zu vernetzen“. Teil dessen seien die Pläne der Stadt, einen Förderverein zu gründen. Unbekannt ist Bad Vilbel der Südhessin nicht. Sie war schon mehrfach hier und hat Freunde in Dortelweil.

Derzeit wohnt Wystrach mit ihrer Familie in Kelkheim. Allerdings sei sie derzeit „auf Häuschensuche“ und könne sich auch vorstellen näher nach Bad Vilbel zu ziehen. Ihre Nachfolgerin in Hattersheim hat Wystrach schon eingearbeitet, bis Anfang April hat sie noch Urlaub.

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