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Alles strahlt: Bernd-Uwe Rieger (Mitte), neuer Chef des Finanzamts Friedberg, bei der Amtseinführung.
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Alles strahlt: Bernd-Uwe Rieger (Mitte), neuer Chef des Finanzamts Friedberg, bei der Amtseinführung.

Finanzamt Friedberg

Der neue Chef kickt gerne

Bernd-Uwe Rieger leitet jetzt das Finanzamt Friedberg - und will es kundenfreundlicher gestalten. Eine Telefon-Servicestelle soll geschaffen werden, um rasch Auskunft zu geben. Die personelle Situation in der Friedberger Behörde empfindet Rieger als angespannt.

Von Bruno Rieb

Im rappelvollen Plenarsaal des Friedberger Kreishauses ging es am Dienstagvormittag mehr um Fußball als um Geld – obwohl der neue Leiter des Finanzamts Friedberg in sein Amt eingeführt wurde. Er ist mit seinen 226 Mitarbeitern immerhin für etwa eine halbe Milliarde Euro Steuereinnahmen pro Jahr verantwortlich. Aber er ist auch leidenschaftlicher Fußballer. Auf diese Leidenschaft hoben viele Redner an diesem Vormittag ab.

Rieger, offensiver Mittelfeldspieler, dribbelte selbst kurz fürs Publikum seiner Behörde: Er will sein Finanzamt kundenfreundlicher machen. Es werde eine Telefon-Servicestelle geschaffen, um rasch Auskunft zu geben, kündigte er an.

Volker Pauli, Vorsitzender des Personalrates des Finanzamtes, wünscht sich einen „Teamplayer“. Er hatte für Rieger einen Fußball mitgebracht, „der schon Stadionluft in Mönchengladbach“ geschnuppert hat. Den Ball spielte er Rieger zu, der ihn gekonnt mit einigen Tritten in der Luft hielt.

Der Finanzamtschef kickt in der Auswahl der Finanzamtsvorsteher des Landes. Die traten jüngst gegen die Landtagself an – und verloren 2:6. Die FR-Landtagsreporter berichteten von dieser Finanzamtspleite in ihrer samstäglichen Rubrik „Pitt & Schmidt“ und wunderten sich nicht, hätten sich die Vorsteher doch während des Spiels zugerufen „Herr Sowieso, spielen Sie den Ball steil“. Überwiegend spreche man sich in der Mannschaft aber mit „du“ an, sagt Rieger.

Personalratsvorsitzender Pauli hofft, dass Riegers Auftritt in Friedberg länger währt als der seines Vorgängers Jochen Weiß, der nur zwei Jahre hier war und nun das Finanzamt Frankfurt/Main II leitet. Der Transfermarkt der Fußballbundesliga ist nichts gegen den Wechsel in den Führungspositionen der Finanzämter, wie ein Blick auf Riegers berufliche Laufbahn verdeutlicht: von 1992 bis 2000 ständiger Vertreter des Vorstehers des Finanzamts Dillenburg, dann zwei Jahre ständiger Vertreter des Vorstehers des Finanzamts Hofheim, dann zwei Jahre Vorsteher des Finanzamts Frankenberg, dann zwei Jahre Leiter der Personalvermittlungsstelle der Regionalen Servicestelle Frankfurt, denn zwei Jahre Vorsteher des Finanzamts Alsfeld-Lauterbach, schließlich von Mai 2010 bis Juli 2012 Referatsleiter beim Zentraljustiziariat für Verwaltungskostenrecht, Disziplinarangelegenheiten, Datenschutz, Geheimschutz, IT-Sicherheit, Arbeitsschutz/Arbeitssicherheit im Hessischen Ministerium der Finanzen.

Vor zweieinhalb Monaten hat der 52-Jährige seinen neuen Job in der Kreisstadt angetreten.

Die personelle Situation in der Friedberger Behörde ist laut Rieger angespannt. „Die Mitarbeiter haben ihre Kapazitätsgrenze erreicht, manche haben sie schon überschritten“, sagte der Personalratschef.

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