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Noch sind die Schaufenster vom Ex-Schleenbäcker leer.
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Noch sind die Schaufenster vom Ex-Schleenbäcker leer.

Bad Vilbel

Neubauten bei Schleenbäckers

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Das Gebäude des pleite gegangenen Haushalts- und Spielwarenladens Schleenbäcker in der Frankfurter Straße soll abgerissen werden. Eine Frankfurter Investorengruppe plant dort Geschäfte und Wohnungen.

Noch stehen die Passanten in der Frankfurter Straße 32 vor einem leeren Geschäft. Seitdem im vergangenen Frühsommer der Haushalts- und Spielwarenladen Schleenbäcker pleite gegangen ist, verhüllt Papier die Scheiben. Doch hinter den Fassaden rührten Bernd Lorenz und seine Mitarbeiter vom Frankfurter Maklerbüro Immoconcept kräftig die Werbetrommel. Das zeigte Erfolg. „Es gibt Mietinteressenten“, sagt Lorenz. Eine Frankfurter Investorengruppe wolle das Gebäude abreißen und einen Neubau errichten.

Zwar stecken die Planungen noch in den Kinderschuhen. Die Bauvoranfrage ging Ende vergangenen Jahres beim Kreis laut dessen Sprecher Michael Elsaß ein. Jetzt fehlen noch die Stellungnahmen vom Denkmalschutz und von der Stadt. Aber Lorenz verspricht jetzt schon: „Wenn das genehmigt ist, wird das ein hübsches Gebäude.“ Die Architektur soll dem Haus nebenan ähneln, in dem bis Mitte Dezember 2014 das Sanitätshaus Rosenkranz Scherer war.

Abriss bereits im Februar

Noch gehört der Familie Schleenbäcker das Haus. Doch die Chancen stünden gut, dass die Investorengruppe zum Zug komme, sagt Lorenz. In das Erdgeschoss soll wieder ein Geschäft; auch dafür gibt es laut Lorenz schon potenzielle Mieter. Aber erst Ende Februar will der Immobilienmakler mehr dazu sagen. Für den ersten Stock sinnen die Planer über Wohnungen nach.

Genau gegenüber des einstigen Geschäfts steht etwas schief das Haus mit der Nummer 39. Für dieses Gebäude und den flachen Komplex dahinter sind die Planungen schon weiter fortgeschritten. Der Kreis erteilte vor Weihnachten die Abbruchgenehmigung. Für den Bauantrag fehle lediglich noch die Stellungnahme des Brandschutzes, sagt Elsaß. Und Lorenz fügt hinzu: „Der Verkauf und Baubeginn wird voraussichtlich Mitte bis Ende Februar 2015 erfolgen.“

Ursprünglich gehörten die beiden Gebäude ebenfalls den Schleenbäckers. Jetzt gibt es einen neuen Besitzer, dessen Name Lorenz jedoch nicht nennt. Unter dem prestigeträchtigen Namen „City Living 39“ entstehen acht Wohnungen und ein Ladengeschäft. Welcher Einzelhändler dort sein Sortiment künftig anbieten wird, gab der Immoconcept-Geschäftsführer ebenfalls noch nicht preis.

Dass in den Räumen der Gebäude, die zur Frankfurter Straße hin liegen, wieder Läden einziehen müssen, hat die Stadt Bad Vilbel so verfügt. „Um den Charakter der Einkaufsstraße zu erhalten“, sagt Stadtsprecher Bastian Zander.

Läden ohne Konkurrenz zur Innenstadt

Welches Geschäft unterdessen in das einstige Sanitätshaus neben Ex-Schleenbäcker ziehen ist, ist bisher nicht bekannt. Nach Angaben der Marketingbeauftragten Katrin Schlaefke vom Firmensitz Rosenkranz Scherer in Bad Homburg ist das Geschäft in die Hausnummer 55 gegenüber vom Niddaplatz gezogen, um zentraler zu liegen. Auch seien die Räume hier größer und heller. Und es gebe in der Tiefgarage Parkplätze für die Kunden. Eingang und Toiletten seien zudem jetzt behindertengerecht. Am alten Standort führten Stufen in das Geschäft.

Auch außerhalb der Innenstadt tut sich etwas in Sachen neuer Geschäfte. So zum Beispiel in dem derzeit neu entstehenden Stadtgebiet Sprudelgärten zwischen Friedberger und Gießener Straße. Das Projekt der Vilbeler Planungsgesellschaft Wohnbau Hess, die sogenannte Stattmitte, sieht neben Wohnungen sechs Läden sowie ein Büro an der Friedberger Straße vor. „70 Prozent davon sind schon verkauft“, sagt Roland Bresser, der mit seinem Maklerbüro für die Planungsgesellschaft das Marketing macht. Auch habe man schon mehr als 70 Wohnungen verkauft.

Zu den neuen Geschäften gehören Bresser zufolge ein Versicherungs-, ein Reisebüro und ein Friseur. Diese und die anderen Geschäfte sollen schon im Sommer öffnen. Dann sollen auch die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Ende 2016 werden dann laut Bresser die letzten Wohnungen an der Gießener Straße bezugsfertig sein.

Für die „Stattmitte“-Läden gilt Stadtsprecher Zander zufolge ebenso wie für die neu entstehenden Geschäfte auf dem Bahnhofsvorplatz: Ein innenstadtrelevantes Sortiment scheidet aus. Sie dürfen nur anbieten, was es in der Innenstadt nicht gibt.

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