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Markierungspfahl auf der Erddeponie
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Markierungspfahl auf der Erddeponie

Erddeponie Gronau

Nachgebohrt

  • Tina Full-Euler
    VonTina Full-Euler
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Nach der Veröffentlichung der Deponie-Untersuchung sehen sich alle Parteien bestätigt: Die CDU spricht von einer "Wahlkampf-Seifenblase", die Grünen weiter von einer "illegalen Mülldeponie".

Die Vilbeler Grünen fordern, dass den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung das Gutachten zur Erddeponie Gronau „umgehend zur Verfügung gestellt wird“. Für die Grünen bestätigt das Ergebnis, „dass es sich um eine illegale Mülldeponie handelt“.

Das Ergebnis der Analyse ist am Donnerstag veröffentlicht worden: Die Deponie stellt nach Ansicht des von der Stadt beauftragten Unternehmens kein Umweltrisiko dar. Eine von 183 Bodenproben überschritt Grenzwerte, was jedoch als unbedenklich eingestuft wurde. In „geringen Mengen“ wurde Bauschutt gefunden.

Bei den Ablagerungen handele es sich „teilweise um gefährlichen Sondermüll“, sagen dagegen die Grünen. „Damit wurde eindeutig gegen die erteilten Genehmigungen verstoßen“, kritisiert Fraktionschefin Hannelore Rabl. Hier sei die Staatsanwaltschaft erneut gefordert. Die Grünen plädieren außerdem dafür, an den Fundstellen nochmals enger zu bohren. Die Untersuchung entkräfte zudem nicht den Vorwurf, dass die zuständigen Verwaltungsbereiche von Kreis und Stadt „vorsätzlich oder fahrlässig in größtmöglicher Schlafmützigkeit die Ablagerung des Fünffachen der genehmigten Menge ohne Prüfung der Art des abgelagerten Materials zugelassen haben“.

Unterm Strich könne man froh sein, denn alles deute darauf hin, dass die Erde nicht wieder abgebaut werden müsse, kommentiert SPD-Fraktionschef Rainer Fich das Untersuchungsergebnis. Das allerdings ändere nichts daran, „dass auf vielen Ebenen versagt wurde“. Insbesondere die Vilbeler Verwaltung habe die Sache mit Glück überstanden, sagte Fich.

Aufwendige Renaturierung

CDU-Vorsitzender Tobias Utter bezeichnete die jüngsten Ereignisse als „zerplatzte Wahlkampf-Seifenblase“. Die Untersuchungsergebnisse seien „äußerst positiv“. Wäre es nach SPD und Grünen gegangen, so Utter, „wären rund 170000 Kubikmeter Erde für rund zwei Millionen Euro abgefahren und auf einer Deponie gelagert worden“. Dieses Geld sei nun „gespart worden“. Außerdem hätte eine solche Abtragung ein „äußerst wertvolles Biotop vernichtet“, so der CDU-Chef.

Von 1999 bis 2007 waren auf dem offiziell als Ausgleichsfläche deklarierten Gebiet bei Gronau 133000 Kubikmeter Erde mehr abgekippt worden als vom Kreis genehmigt. Das RP entschied, dass Bad Vilbel die illegale Deponie wegen der hohen Kosten nicht abräumen muss. Vilbel ließ das Areal zuvor aufwendig renaturieren. Die Bohrungen hatte der Wetteraukreis auf Weisung des RP Darmstadt angeordnet.

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