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Musik als Inspiration

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Die international bekannte Keramikkünstlerin Beate Kuhn bereitet im Büdinger Schloss eine Ausstellung mit Werken aus den 50er und 60er Jahren vor - es ist die erste, die in ihrer Heimatstadt zu sehen ist.
Die international bekannte Keramikkünstlerin Beate Kuhn bereitet im Büdinger Schloss eine Ausstellung mit Werken aus den 50er und 60er Jahren vor - es ist die erste, die in ihrer Heimatstadt zu sehen ist. © Sascha Rheker

Die Werke der bekannten Düdesheimer Keramikerin Beate Kuhn sind in aller Welt zu sehen - und nun erstmals auch in ihrer Heimatstadt. Von Freitag an werden die zerbrechlichen Werke in der Galerie Bruno11 und dem Büdinger Schloss ausgestellt.

Von Monika Eichenauer

Henry Rothschild hat Keramiken von Beate Kuhn in seiner Sammlung, die Künstlerin präsentierte ihre Arbeiten in Ausstellungen in London, Mailand und vielen anderen europäischen Metropolen, auch in vielen Museen ist sie mit ihren Werken vertreten. Nun zeigt die Düdelsheimer Künstlerin ihre Werke erstmals in ihrer Heimatstadt. Die Ausstellung in der Galerie „Bruno 11“ wird am kommenden Freitag eröffnet.

Ihre Inspirationsquellen sind Musik und Natur. „Ich höre bewusst die Musik laut und schaue, welche Bilder dabei in mir entstehen, die ich als Skizzen zu Papier bringe und dann umsetze“, sagt sie. Die Natur, der sie auf ihren langen Spaziergängen begegnet, ist eine weitere Quelle, sei es ein umgestürzter Baum, der seine kahlen Äste von sich streckt, seien es die Brennnesseln, die ihn säumen. Die Töpferscheibe ist der Ausgangspunkt ihrer Arbeiten. Die gedrehten Segmente fügt sie zu Gefäßplastiken oder abstrakten Kompositionen zusammen. Auch Brunnen und große Wandreliefs sind so entstanden.

Beate Kuhn ist 1927 in Düsseldorf geboren. Nach Düdelsheim kam sie 1957. Dort hatte Karl Scheid, den sie vom Keramik-Studium an der Werkkunstschule Darmstadt und aus einer gemeinsamen Werkstatt in Südbaden kannte, ein Bauernhaus samt Scheune und großem Grundstück mitten im Dorf geerbt. In dessen Garten entstand Kuhns lichter Bungalow, in dem sie lebt und arbeitet.

Mit dem Bildhauer Bernhard Vogler und Scheids vor einigen Jahren verstorbener Ehefrau Ursula, ebenfalls Keramikerin, bildete sich hier eine unabhängig voneinander arbeitende Künstlergemeinschaft mit internationalem Ruf. Auch Beate Kuhn gewann zahlreiche Preise und Wettbewerbe.

Seit über 50 Jahren lebt Beate Kuhn im Büdinger Stadtteil Düdelsheim. Aber erst jetzt sind ihre Werke erstmals in einer Ausstellung in ihrer Heimatstadt zu sehen. Die Vernissage in der Galerie Bruno 11 beginnt am Freitag, 12. November, um 19 Uhr. Gezeigt werden neue Werke, deshalb hat Kuhn ihre Schau auch „Brandaktuell“ genannt.

Zur Eröffnung, bei der die Künstlerin anwesend sein wird, spielt Jazz-Saxofonist Daniel Guggenheim. Kuhns Keramik ist bis zum 19. Dezember in der Brunostraße 11 zu sehen. Zeitgleich werden in einer Sonderausstellung im Büdinger Schloss frühe Werke aus den 50er und 60er Jahren gezeigt.

Die Ausstellung in der Brunostraße 11 ist bis zum 19. Dezember jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 06042/978694 geöffnet. Weitere Informationen unter www.bruno11.de.

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