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Bald werden Teams des Wetteraukreises in den Stadthallen und Bürgerhäusern impfen.
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Bald werden Teams des Wetteraukreises in den Stadthallen und Bürgerhäusern impfen.

Wetterau

Mobile Impf-Teams rücken aus

Der Kreis unterstützt Hausärzte. Es gibt Anlaufstellen in sieben Kommunen.

Die Nachfrage nach Booster-Impfungen gegen Corona ist auch in der Wetterau sehr hoch. Da einige Hausärzte an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, unterstützt der Landkreis: Bald kann man sich von mobilen Impfteams „boostern“ lassen, die abwechselnd an sieben verschiedenen Stellen in der Wetterau im Einsatz sein werden.

In der ersten Jahreshälfte ha-ben sehr viele Wetterauer ihre Zweitimpfungen gegen Coronabekommen. Nun stehen die Drittimpfungen, die Booster-Impfungen, an. „Weil mancheHausarztpraxen an ihre Kapazi-tätsgrenze kommen, wird der Wetteraukreis die Hausärztinnen und Hausärzte mit Impfangebo-ten unterstützen“, kündigt Land-rat Jan Weckler in einer Presseer-klärung an. Dieses Angebot gilt nicht nur für die Booster-, son-dern auch für Erst- oder Zweit-impfungen gegen Corona.

„Anders als andere Landkrei-se, planen wir nicht nur eine fes-te Anlaufstelle, sondern wir pla-nen mobile Impfzentren im Wechsel in sieben Kommunen im Kreis, nämlich in den Stadt-hallen und Bürgerhäusern in Friedberg, Karben, Butzbach, Al-tenstadt, Florstadt, Nidda und Büdingen. Einmal in der Woche sind wir an jedem dieser Stand-orte.“

Amtsarzt Reinhold Merbs er-gänzt: „Ab dem 29. November wird an sieben Tagen der Woche jeweils in einer Kommune ein solches Angebot mit Terminver-einbarung vorgehalten.“ Dafür werden Impfteams des Gesund-heitsamtes genutzt, die in der La-ge sind, täglich mehrere Hundert Impfungen durchzuführen.

Nach der bundesweiten Schließung der Impfzentren Ende September sind die Impfungen absprachegemäß in die Regelversorgung, also überwiegend an die Haus- und Fachärzte, übergegangen. Parallel dazu habe der Wetteraukreis im Oktober noch verschiedene öffentliche Impfangebote gemacht, bei denen die Nachfrage sehr gering gewesen sei, wie es weiter vonseiten des Kreises heißt. Außerdem hätten Impfteams des Wetteraukreises Booster-Impfungen bei allen Alten- und Pflegeheimen vorgenommen, die dies gewünscht hätten. Damit sei eine besonders gefährdete Personengruppe bereits zum dritten Mal geimpft. Parallel dazu unterstütze das Gesundheitsamt die Krankenhäuser bei der Impfung des eigenen Personals. Auch durch die zuletzt wieder angestiegenen Infektionszahlen sei die Nachfrage nach den Booster-Impfungen in den vergangenen Tagen wieder deutlich angestiegen. Das merkten sowohl die Hausarztpraxen als auch das Gesundheitsamt.

„Wir befinden uns schon seit Beginn der Pandemie im engen Austausch mit der niedergelasse-nen Ärzteschaft. So war der Wet-teraukreis der erste Landkreis in Deutschland, der die Hausärzte an den Impfungen beteiligt hat. Dabei hat sich ein gut funktio-nierendes Netzwerk gebildet, auf das wir jetzt zurückgreifen kön-nen, wenn wir in einer gemein-samen Aktion Impfangebote star-ten“, betont Weckler. „Wir möchten dabei explizit kein Kon-kurrenzangebot schaffen, daher gilt weiterhin: Erste Adresse für Impfungen sind die niedergelas-senen Ärztinnen und Ärzte. Al-lerdings ist in vielen Praxen der Ansturm so groß, dass nicht mehr alle Terminwünsche zeit-nah erfüllt werden können. Des-halb wird das Gesundheitsamt des Wetteraukreises gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten ein strukturiertes und verlässli-ches Unterstützungsangebot für die Booster-Impfungen unter-breiten.“

Das neue Impfangebot des Wetteraukreises gilt nicht nur für Booster-Impfungen sondern auch für alle anderen Impfungen gegen Corona. Die Zweitimpfung muss nach Mitteilung des Kreises sechs Monate zu-rückliegen. Da der Hausarzt oder – falls man keinen Hausarzt hat – ein anderer niedergelassener Arzt die erste Adresse sei, gelte auch dessen Empfehlung bezüglich des Alters der Impflinge.

Termine zur Boosterung wer-den über ein Buchungsportal in den Hausarztpraxen vergeben. In dieses Buchungssystem müssennur der Name und eine E-Mail-Adresse eingegeben werden. Per E-Mail bekommt dann der Impf-ling die entsprechenden Unterla-gen zur Impfung. Wenn es keine E-Mail-Adresse gibt, bekommt der Patient einen Buchungscode, mit dessen Hilfe er seine Impfung erhalten wird. „Von der Hausarztpraxis wird in Abspra-che mit dem Impfling entweder der Tag oder der Ort der Impfung ausgewählt. Die Uhrzeit ist vor-gegeben“, erläutert AmtsarztMerbs.

Die Impftermine werden dann der Reihe nach eingebucht. Damit wird vermieden, dass bei Impf-Teams lange Leerlaufzeiten entstehen oder sich lange Warte-schlangen in Stoßzeiten bilden. „Das ist im Prinzip dasselbe Sys-tem, das wir seit einem Jahr im Testzentrum in Reichelsheim an-wenden. Wenn die Nachfrage steigt, werden wir unsere Kapa-zitäten erhöhen. Das ist alles sehr flexibel“, macht der Amts-arzt deutlich.

Der Zugang zu die-sen Impfungen erfolgt also grundsätzlich über das Impfportal in der Hausarztpraxis. Geimpft werden nur Personen, die vorher einen Termin vereinbart haben. „Wer keinen Haus-arzt hat, kann bei einem niedergelassenen Arzt trotzdem um die Einbuchung in das System bitten.“ red

Termine für die Impfzentren können von Montag, 22. November an, über die Hausärzte vergeben werden.

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