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Rolf der Wolf erzählt von einem Wolf, der nicht jagen will.
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Rolf der Wolf erzählt von einem Wolf, der nicht jagen will.

Büdingen

Mimikri sorgt für Nachwuchs

Mit seinen Märchenstücken ist das Theater Mimikri im ganzen deutschsprachigen Raum unterwegs. Junge Frauen und Männer können an der Büdinger Bühne jetzt auch ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.

Von Elfriede Maresch

Ihrer Rückschau auf das Jahr 2010 stellten Christiane Burkard, Margret Fehrer und Lilli Schwethelm vom Büdinger Theater Mimikri ein selbstbewusstes Credo voraus: „Wir haben es nie bereut, ein freies Theater zu führen. In keiner anderen Arbeitsform haben alle im Schauspielkollektiv so viel Einfluss auf Inhalt und Gestaltung.“ Allerdings gehört viel professionelle Planung dazu, ständig auf Tournee zu sein. 77-mal spielte das Ensemble im vergangenen Jahr seine charakteristisch inszenierten Märchenstücke, davon allein 57-mal „Das tapfere Schneiderlein“. Von Norddeutschland bis in die Schweiz war das Theater Mimikri dabei unterwegs.

Dieses Jahr ist Mimikri im Mai als einziges Kindertheater-Ensemble zum zweiten Mal zu den Ruhrfestspielen in Recklinghausen eingeladen, diesmal mit zwei Produktionen: „Hallo EtwaS, ich bin AndeRs“ und „Rumpelstilzchen“.

Wenn der Tourneeplan es zulässt, gibt es neben dem Kindertheater zahlreiche Angebote für Erwachsene. So ist das Soloprogramm „Ich grolle nicht …“ von Christiane Burkard als „poetischer Eingriff am offenen Herzen“ im Repertoire. Bei der skurril-musikalischen Märchennacht „Küss mich, sagte die Rose“ wirkt neben Christiane Burkard die Musikerin Anka Hirsch mit; beide Programme begleitet die Regisseurin Margret Fehrer.

In verschiedenen literarischen Projekten verbindet sich die Rezitation von Lilli Schwethelm mit dem suggestiven Gitarrenspiel von Georg Crostewitz. Mit ihrem Programm „Und vor dem Fenster schweigt die Nacht“ mit Gedichten der jüdischen Dichterinnen Hilda Stern und Gertrud Kolmar oder der Hommage an Dichterinnen und Dichter, deren Bücher verbrannt wurden, mit dem ironischen Titel „Schmutzige Amüsierlektüre und Asphaltliteratur“ wurden sie häufig von hessischen Landsynagogen eingeladen.

Das Hilda-Stern-Programm wurde zudem anlässlich der Wanderausstellung des Hessischen Rundfunks „Legalisierter Raub“ gebracht. Im Herbst dieses Jahres werden Schwethelm und Crostewitz für die Hospizhilfe Wetterau ein Lesekonzert im Friedberger Kreishaus geben.

Zunehmend gibt das Ensemble theaterpädagogische Erfahrungen weiter. So leitet etwa Christiane Burkard einen musikpädagogischen Workshop. Und Lilli Schwethelm moderiert die klassischen Kinderkonzerte der Büdinger Musik- und Kunstschule.

Immer mehr junge Leute wenden sich offenbar mit Ausbildungs- und Beratungswünschen an das bekannte freie Theaterensemble. Mimikri wurde jetzt außerdem als Einsatzstelle für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Bereich Kultur anerkannt. Drei Bewerbungen dafür liegen zurzeit vor. Wer hier sein FSJ macht, lernt in praktischer Mitarbeit Produktions- und Tourneebetrieb kennen und hat Gelegenheit, ein eigenständiges kleines Projekt zu entwickeln, so die Theatermacherinnen.

Eine weitere Vorausschau auf die Zukunft: Die „Bremer Stadtmusikanten“ sollen als „Theatermärchen mit Krallen, Fell und Federn, mit Tierkonzert und Räubergesang“ im Frühjahr 2012 an den Start gehen.

Mit einem Wunsch der drei Mimikri-Frauen schließt der Jahresbericht: „Wir sind Kinderkulturbotschafter aus der Wetterau und hoffen, bald auch wieder einmal in unserer eigenen Kreisstadt aufzutreten.“

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