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Schachspieler in Bad Vilbel.
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Schachspieler in Bad Vilbel.

Schachfreunde Bad Vilbel

Meister am Zug

  • Tina Full-Euler
    VonTina Full-Euler
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Die Bad Vilbeler Schachfreunde feiern ihr 25-jähriges Bestehen. Höhepunkte sind ein Turnier um den Hessentitel im Einzel und ein Simultanturnier mit Großmeister Klaus Bischoff. Von Tina Full-Euler

Diskretion, bitte. FIDE-Meister Klaus Schmitzer vom Verein Bad Vilbeler Schachfreunde 1985 legt den Kopf in die Hand. Er spielt gegen Großmeister Miroslaw Grabarczyk, der als Favorit bei der Einzelmeisterschaft des Hessischen Schachverbands gilt. Das Meisterturnier läuft noch bis 4. April im Kleinen Café im Kurhaus. Insgesamt neun Tage lang und täglich bis zu sieben Stunden streiten 16 Spieler um den Hessentitel. Austragungsort ist in diesem Jahr Bad Vilbel, weil der Vilbeler Schachverein in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.

"Klaus Schmitzer liegt noch sehr gut im Rennen", sagt Dieter Haas, seit 1985 Vereinsvorsitzender. "Ein Glücksfall für uns. Er hält auch manchmal Unterricht", ergänzt sein Stellvertreter Holger Gronau. Der FIDE-Meister, ein offizieller Titel des Weltschachbunds, gibt Tipps, wenn sich die Vereinsmitglieder dienstags zum Spielabend treffen - seit 25 Jahren im Raum unter der Galerie im Kurhaus. Dort sei der Verein auch gegründet worden, erzählt Haas. Er habe von Schachclubs in Frankfurt gehört und nach einem Aufruf in der örtlichen Presse etwa 20 Gleichgesinnte gefunden. Nach Haas zählt der Verein heute zirka 35 aktive und passive Mitglieder, darunter eine Frau. "Es ist ein Trauerspiel, dass Schach eine geringere Quote hat als Boxen", findet Gronau. Woran das liegt, vermögen die beiden Schachfreunde nicht genau zu sagen.

Sorgen machen sie sich auch um den Schach-Nachwuchs im Verein. Zwar organisierte der Verein etwa an der Karbener Kurt-Schumacher-Schule und am Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasium Schach-AGs, und die waren auch gut besucht, wie Haas berichtet. Aber die Teilnehmer fanden sich nicht dienstags im Kurhaus ein.

Trotzdem ist sich Gronau sicher, dass Schach "Generationen verbindet". Die aktiven Vilbeler Vereinsmitglieder sind zwischen 20 und 80 Jahre alt. Die Erste Mannschaft spielt in der Bezirksoberliga, die höchste Klasse im Schachbezirk Frankfurt.

Zum Jubiläum und einem Drei-Länder-Turnier reisen am Wochenende die Schachfreunde der Vilbeler Partnerstädte Glossop, Moulins und Brotterode an. Außerdem gibt es ein Simultanturnier mit Großmeister Klaus Bischoff aus Frankfurt. "Dabei spielt der Profi gegen 20 bis 30 Leute gleichzeitig - sehr gemein", sagt Haas. Gäste können mitmachen, müssen aber verlieren können.

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