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Wetterau

Mehr Unfälle in der Wetterau

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Mehr Unfälle, weniger Tote und Verletzte im Main-Kinzig-Kreis: Das sagt die Verkehrsunfallstatistik der Polizei fürs vergangene Jahr. Auch in der Wetterau sind 2015 mehr Verkehrsunfälle passiert als im Jahr davor. Die Hauptursache waren Kollisionen mit Wildtieren.

Den Einsatzkräften bot sich ein schlimmes Bild, als sie am 17. Dezember 2015 an der Unglücksstelle auf der Kreisstraße zwischen Dortelweil und Kloppenheim eintrafen. Ein 33 Jahre alter Mann aus Schöneck-Büdesheim hatte beim Überholen die Kontrolle über sein Auto verloren und war frontal in das Fahrzeug einer 64-jährigen Bad Vilbelerin gekracht. Die Frau ließ an jenem Dezembertag ihr Leben auf der Kreisstraße. Ihre 84 Jahre alte Mutter, die mit im Auto saß, wurde schwer, der Unfallverursacher leicht verletzt.

Der Unfall war einer von zwölf im Wetteraukreis, die 2015 tödlich ausgegangen sind. Ebenso viele Menschen waren 2014 im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Acht Autofahrer, ein Motorradfahrer, zwei Fahrradfahrer und ein Fußgänger überlebten im vergangenen Jahr die Unfälle, an denen sie beteiligt waren, nicht. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik 2015 für den Wetteraukreis hervor, die die Polizei gestern veröffentlicht hat.

Insgesamt registrierten die Beamten auf den Wetterauer Straßen – abgesehen von den Autobahnen – im vergangenen Jahr 4937 Verkehrsunfälle. Das sind 287 mehr als 2014. Statistisch gesehen ereigneten sich somit 13 Unfälle pro Tag im Kreis. Trotz des Anstiegs lag die Zahl der Unfälle im achten Jahr in Folge unter der Marke von 5000. 907 Personen wurden bei den Unfällen leicht, 186 Personen schwer verletzt.

Am häufigsten kam es zu Unfällen, weil Wildtiere den Fahrern in die Quere kamen. Rund 22 Prozent der Unfälle passierten auf diese Weise, während nur etwa 12 Prozent auf die Missachtung von Vorfahrtsregeln zurückzuführen waren. Bei 1076 Unfällen im Jahr 2015 ist in der Unfallstatistik für die Polizeidirektion Wetterau ein Wildtier die Unfallursache. Damit nahmen die Wildunfälle im Vergleich zu 2014, als es 839 Unfälle dieser Art gab, um 22 Prozent zu. In den meisten Fällen blieb es beim Sachschaden. Nur neun Menschen wurden dabei leicht verletzt. Der so entstandene wirtschaftliche Schaden hingegen ist enorm. Nach vorsichtiger Schätzung der Polizei liegt er 2015 im Wetteraukreis bei rund 1,5 Millionen Euro. Das sind etwa 300 000 Euro mehr als 2014.

Die Gefahr Reh, Wildschwein und Co. zu begegnen, besteht grundsätzlich überall in der Wetterau. Im Bezirk der Polizeistation Büdingen hätten sich jedoch besonders viele Wildunfälle ereignet, heißt es in dem Bericht. Warum die Anzahl der registrierten Wildunfälle stetig steigt, sei letztlich Spekulation. „Möglicherweise liegt es an einer Zunahme der Wildtierpopulationen. Aber auch ein verändertes Anzeigeverhalten kann mit ursächlich für die Steigerung der Fallzahlen sein“, schreiben die Verfasser.

Gestiegen ist 2015 auch die Zahl der Menschen, die Unfallflucht begangen haben. 1598 Mal haben sich Personen in der Wetterau unerlaubt vom Unfallort entfernt – das heißt bei fast einem Drittel aller 4937 Verkehrsunfälle. In 71 Fällen kam dabei nicht nur Blech, sondern auch der Mensch zu Schaden. 602 dieser Unfälle konnte die Polizei aufklären – nicht zuletzt dank aufmerksamer Zeugen.

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