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Flüchtlinge aus Syrien (hier in einem Flüchtlingslager in Jordanien).
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Flüchtlinge aus Syrien (hier in einem Flüchtlingslager in Jordanien).

Asylbewerber im Wetteraukreis

Mehr Flüchtlinge aus Syrien

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Durch den Bürgerkrieg in Syrien muss der Wetteraukreis 100 zusätzliche Asylbewerber aufnehmen. Geplant ist eine Unterbringung in Containern oder Mietwohnungen.

Der Wetteraukreis richtet sich darauf ein, demnächst mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Ursache sind die kriegsähnlichen Zustände in Syrien und die Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern. Auf Anordnung des Landes Hessen muss der Kreis noch mindestens 100 Menschen aufnehmen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus. In der Wetterau leben laut Kreisverwaltung aktuell 727 Asylsuchende.

Auf einem Gelände an der Friedberger Pfingstweide sollen Containerunterkünfte für rund 60 Personen entstehen. Allerdings sieht dies Kreissozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel (Grüne) nur als eine Notlösung. An erster Stelle sollen die Flüchtlinge in Mietwohnungen untergebracht werden. Die Aufnahme soll so menschenwürdig wie möglich erfolgen, sagt er. Bei der Suche nach geeigneten Immobilien seien Bürgermeister im Kreis angeschrieben worden. Überdies prüfe der Kreis eigene Liegenschaften.

„Zurzeit gibt es noch Kapazitäten, doch die werden bald ausgereizt sein", bemerkt der Kreisbeigeordnete. Er hofft zudem, das die Containerherberge, die der Kreistag beschlossen hat, rechtzeitig steht. Wenn nicht, will Betschel-Pflügel 60 Flüchtlinge erstmal im kreiseigenen Jugendgästehaus Hubertus bei Butzbach unterbringen – während der Winterschließung vom 15. Dezember bis 15. Januar.

Familie Sogamania hat wieder gut Tritt gefasst

Auch die Nachbarlandkreise sind verpflichtet worden, ihr Aufnahmekontingent zu erhöhen. Für den Hochtaunuskreis sollen es 104, für den Main-Kinzig-Kreis 233 Personen sein. Die Zahl wird anhand einer Quote zur Bevölkerungszahl festgelegt. In der Regel bleiben die Einzelschicksale der Flüchtlinge anonym. Eine laute Öffentlichkeit wie die armenische Familie Sogamania aus Altenstadt bildet die Ausnahme. Die Mutter und die beiden erwachsene Söhne wurden vor zehn Monaten nach 14 Jahren und guter Integration plötzlich ausgewiesen. Der Vater erhielt wegen seiner Erkrankung eine Duldung. Nach Protesten und Einwirken des Petitionsausschusses im Landtag konnten die Sogamanias im September zurückkehren.

Das Geld dafür hatte der Helferkreis gesammelt. Zudem fanden sich zwei Bürgen, die gegebenenfalls für den Unterhalt der Familie aufkommen.

Laut Wolfgang Eiselt vom Unterstützerkreis hat die Familie wieder gut Tritt gefasst. Der älteste Sohn arbeitet in einem Taxiunternehmen. Die Mutter putzt und der jüngste Sohn bemüht sich um einen Ausbildungsplatz. Er sei zudem wieder als Übungsleiter und Schiedsrichter im Basketball tätig. Auch habe sich der Zustand des Vaters gebessert, so dass er gelegentlich für eine Baufirma arbeite, berichtet Eiselt.

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