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Ab in die Mediation

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Bad Vilbel Versammlung bringt keine Ruhe im DRK-Ortsverein

Wenn bei einem Computer die Abläufe chaotische Züge annehmen, lässt sich mit der Reset-Taste wieder eine Grundordnung herstellen. Dies schaffte am Donnerstagabend der Vorstand des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Ortsverein Bad Vilbel - in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung - nicht. Der eingeladene DRK-Kreisvorsitzende Klaus Apel forderte nach mehr als einstündiger Diskussion und erneuten gegenseitigen Beschuldigungen das Ende der Debatte.

Die Turbulenzen, die laut Vorsitzenden Karlheinz Weinert jüngst auch in offenen und lautstarken verbalen Attacken sowie mit einer Körperverletzung endeten - einem Mitglied der Bereitschaft wurde ins Auge gespuckt -, nahmen 2008 an Stärke zu. Ein Auslöser soll ein inzwischen ausgeschlossenes Mitglied sein, das sich mutmaßlich aus der Kasse des Ortsvereins bedient haben soll, um seine Kauflust zu befriedigen. Weinert und andere wollten dieses Verhalten nicht mehr tolerieren und sprachen dem Mitglied einen Verweis aus. Doch der Ortsverein gilt als stark "versippt", so dass sich schnell Fronten aufbauten.

Lückenhafte Buchführung

Probleme bereitet auch die Kasse des Jugendrotkreuz (JRK). Darin sollen rund 1100 Euro fehlen. Die JRK-Kasse, die binnen kurzer Zeit in verschiedenen Händen lag, sei lückenhaft und nicht nach den Regeln der doppelten Buchhaltung geführt worden, so Weinert.

Der Kreisverband hatte nach Bekanntwerden des Verdachts die Bücher des JRK in Prüfung genommen. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Jedoch eine Welle von E-Mails aus Bad Vilbel mit gegenseitigen Beschuldigungen schwappte in die Rechner der Friedberger Geschäftsstelle. Der Kreisvorstand zog die Reißleine und suspendierte nach Beratung mit den Hausjustiziaren den gesamten Vorstand, der inzwischen wieder eingesetzt wurde. "Geändert hat sich dennoch nichts", bemerkte Apel am Donnerstag frustriert.

Wegen der Suspendierung wurde der Kreisverband in der Versammlung heftig kritisiert. "Man fühlt sich nicht gehört", sagte ein Mitglied. Auf die E-Mails habe es keine Antwort geben. Der Verband haue ohne Vorwarnung mit der Keule drauf. Apel ging auf die Vorwürfe nicht weiter ein. Er erklärte, dass der Kreisverband nicht im Stande sei, den Konflikt im Bad Vilbeler Ortsverein ob der engen persönlichen und verwandtschaftlichen Verflechtungen aufzulösen. Er empfahl dem Rat eines Mitglieds zu folgen und einen externen Berater hinzuzuziehen. Beide müssten jedoch Willen zur Mediation zeigen - diese Akzeptanz sei nicht überall zu sehen.

Klaus Weinert hofft bis zu ordentlichen Hauptversammlung Ende April wieder einen befriedeten Verein zu führen. Die gute Laune hat er nicht verloren und im April will er sich auch zur Wiederwahl stellen.

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