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Wanderschuhe statt Computerbildschirm: Rittel und Groth sind bereit.
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Wanderschuhe statt Computerbildschirm: Rittel und Groth sind bereit.

Bad Vilbel

Auf Luthers Reiseroute

Die FR-Redakteure Claudia Isabel Rittel und Andreas Groth wandern durch die Wetterau. Weitere Anregungen sind willkommen.

Reisen – das war vor 500 Jahren etwas anderes als heute. Der Großteil der Menschen ging zu Fuß von A nach B. Und brauchte entsprechend lang. Auch wenn sich Martin Luther im Jahr 1521 vermutlich mit den damals üblichen 35 Kilometern am Tag fortbewegt hat, so benötigte er doch einige Tage, um von Wittenberg nach Worms zu reisen.

Im April 1521 machte er sich dorthin auf den Weg, um vor dem versammelten Reichstag seine Auslegung der Bibel zu verteidigen. Der forderte von ihm, seine Thesen zurückzunehmen. In dem Wissen, dass er damit sein Leben riskieren würde, widerrief Luther seine Thesen aber nicht. Er berief sich auf sein Gewissen, blieb bei seiner Haltung und provozierte damit die Abspaltung von der katholischen Kirche. Nach diesem zentralen Ereignis für die evangelische Kirche reiste er zurück nach Thüringen.

Den Weg, den Luther damals genommen hat, bereitet der Verein Lutherweg in Hessen derzeit für Pilger auf, die sich auf die Spuren des Reformators begeben wollen. Die Route ist insgesamt 420 Kilometer lang. 380 davon führen durch Hessen und rund 80 Kilometer durch die Wetterau.

Viele Fragen im Gepäck

Die FR-Redakteure Andreas Groth und Claudia Isabel Rittel werden sich in den Sommerferien auf die Spuren Luthers begeben und die bisher noch nicht ausgeschilderte Route laufen. Einmal in der Woche Hintergründiges und Wissenswertes über den Pilgerweg berichten. Denn im Gepäck haben sie viele Fragen.

Was weiß man eigentlich über Luthers Reise durch die Wetterau? Und wer engagiert sich dafür, das bekannt zu machen? Was ist Mythos, was belegt? Wer hatte überhaupt die Idee, diese neue Wanderroute ins Leben zu rufen? Und wie können Sie das Projekt unterstützen? Was bedeutet Pilgern? Kann die Region von dem neuen Pilgerweg profitieren?

All diesen Fragen werden unsere Autoren nachgehen. Außerdem werden sie Sie mit Routeninformationen versorgen und zu jeder Etappe eine Wegbeschreibung liefern – um Ihnen das Wandern auf der Strecke einfacher zu machen. Denn noch gibt es keine Schilder. Die Wege aber sind schon da. Sie verlaufen überwiegend über Wirtschafts-, Wander- und Radwege. In der Wetterau gibt es zudem eine Besonderheit: Hier gibt es eine östliche und eine westliche Route.

Sechs Etappen

Hintergrund dafür sind zwei Sonderwünsche. Zum einen hat die Stadt Lich im Landkreis Gießen reklamiert, dass Luther dort gewesen sei. Und zum anderen hat der Johanniter-Orden in Butzbach-Niederweisel, der auch ein Tagungszentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten bietet, um Aufnahme in die Route gebeten.

In sechs Etappen werden die Autoren den Weg in Augenschein nehmen. In der ersten Woche geht es von Bad Vilbel nach Karben-Petterweil, in Woche zwei dann von Petterweil bis Friedberg, wo sich der Weg spaltet.

Die beiden östlichen Etappen verlaufen von Friedberg bis Wölfersheim und dann weiter bis an die Kreisgrenze bei Berstadt.

Im Westen teilt sich die Route ebenfalls in zwei Etappen. Die erste geht bis Ostheim, die zweite bis Trais-Münzenberg an der Kreisgrenze. Raus aus der Redaktion, rein in die Pilgerwelt – Schuhe und Rucksack unserer Redakteure liegen parat. Für Anekdoten und Anregungen ist trotz prall gefüllter Ideen-Koffer aber noch viel Platz. Wenn Sie etwas beitragen wollen, freuen sich die Redakteure darüber sehr. Mit viel Neugierde, Stift und Papier werden Rittel und Groth sich auf eine Entdeckungsreise begeben.

Unsere Autoren erreichen Sie in der Redaktion unter der Telefonnummer 06101/529410 oder per E-Mail an badvilbel@fr.de.

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