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Falkner Ernst Marschek mit seinem Wuestenbussard Sita. Mit Stefan Zwaetz und anderen möchte er am Goldstein einen Greifvogelpark aufbauen.

Greifvogelpark Bad Nauheim

Aus für die Skate-Anlage

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Der Lions Club gibt frustriert auf. Für den Greifvogelpark Bad Nauheim ergibt sich eine Chance.

Die umstrittene Skateanlage im Goldsteinpark steht vor dem Aus. Der Bad Nauheimer Lions Club Hessischer Löwe zieht sich aus dem Projekt zurück, damit fehlt die Finanzierung. Als Grund wird mangelnde Unterstützung aus der Politik genannt. Zudem mache die negative Berichterstattung über das Vorhaben eine „Sponsorenansprache unmöglich“, so Gordon Kirstein von den Lions. Geplant war, auf 1000 Quadratmetern 30 Hindernisse und eine Bowl zu bauen. Im November 2017 gaben die Stadtverordneten dazu mehrheitlich grünes Licht – nach einem unerwarteten Meinungsumschwung zu Lasten der Greifvogelfreunde.

„Die Politik hat uns unter Druck gesetzt. Für ein so großes Projekt, das einen sechsstelligen Betrag kostet, benötigt die Sponsorensuche Zeit“, sagte Kirstein der FR. Erst Ende April habe zudem festgestanden, wo der Skatepark im Naherholungsgebiet nördlich des Bahnhofs entsteht. Auch habe sich das Konzept verzögert, weil das infrage kommende Unternehmen in München erst nach den Sommerferien reagierte. Dass die SPD-Fraktion nun mit einem Antrag dem Projekt eine Frist bis März 2019 setzen wollte, habe dann ebenso zum Entschluss der Lions geführt wie das schwindende Vertrauen in Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos), so Kirstein.

„Für mich war diese Entwicklung nicht absehbar“, sagt Nils Hasport, Vorsitzender des Fördervereins für Jugendkultur und Jugendarbeit. „Bad Nauheim hat die Chance verpasst, junge Leute in die Stadt zu holen.“ Ein Skatepark sei nicht nur für Jugendliche, sondern auch für skatebegeisterte Erwachsene eine Attraktion.

Kreß weist die Vorwürfe zurück. Die Lions hätten ihm gegenüber signalisiert, dass sie in der Sponsorensuche weiter seien als es mutmaßlich der Fall gewesen sei. Überdies sei ein Großsponsor angekündigt worden, ohne dessen Namen zu nennen. Nun werde der Ursprungsbeschluss für einen Greifvogelpark hervorgeholt, sagt Kreß. Nach der Abstimmung im Magistrat gehe die Vorlage voraussichtlich schon im Januar in die Stadtverordnetenversammlung. Kreß rechnet dort mit einer Mehrheit, wie sie sich 2017 abzuzeichnen schien. Das Vorhaben der Greifvogelfreunde stehe weiterhin, so Kreß. Danach sollen im Goldsteinpark künftig Greifvögel in Volieren und bei Flugschauen gezeigt werden.

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