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Klaus Fischer ist Gewerkschafter und  Mitbegründer  der WASG, die mit der Linkspartei verschmolz.
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Klaus Fischer ist Gewerkschafter und Mitbegründer der WASG, die mit der Linkspartei verschmolz.

Wetterau

Linke-Fraktionschef wird Sozialdemokrat

Die Wetterauer Linke verliert ihren bekanntesten Politiker: Klaus Fischer geht zur SPD. Sie habe sich inzwischen gewandelt und sei auf Distanz zu Hartz-IV gegangen.

Von Bruno Rieb

Ein schwerer Schlag für die Wetterauer Linke: Klaus Fischer, bislang Vorsitzender der Fraktion im Kreistag, verließ am Sonntag die Partei und trat am Montag in die SPD ein. Sein Kreistagsmandat will der Friedberger behalten. Er habe dem Kreistagsvorsitzenden mitgeteilt, dass er den Fraktionsvorsitz der Linken niedergelegt, die Fraktion verlassen und die Aufnahme in die SPD-Fraktion beantragt habe, sagte Fischer gestern zur Frankfurter Rundschau.

Die Wetterauer Linke verliert damit ihren bekanntesten Politiker. Fischer hatte die WASG im Kreis aufgebaut und sie mit der Linkspartei/PDS zur Partei Die Linke zusammengeführt. Vor zwei Jahren war er auch Landratskandidat der Partei.

Seinen Wechsel zur SPD habe er sich monatelang überlegt, sagt der 56-jährige Gewerkschafter, der freigestelltes Betriebsratsmitglied ist. In der Linken hätten frühere K-Gruppen-Mitglieder, die einen Systemwechsel anstrebten, inzwischen ein Übergewicht. Das schlage sich im Programmentwurf der Linken nieder. „Ich will kein anderes System“, sagt Fischer. Er stehe zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Er habe damals die Wetterauer WASG gegründet, „weil ich nicht weiter mitansehen wollte, wie die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht“. Die SPD habe sich inzwischen gewandelt, sei auf Distanz zu Hartz-IV gegangen, begründet der Gewerkschafter seine Wende hin zu den Sozialdemokraten. Vor seinem Engagement für die Linke habe er keiner Partei angehört, „abgesehen von einer Jugendsünde – da war ich kurz in der FDP“.

Die Sozialdemokraten freut der Übertritt. Er hoffe, dass nun viele Bürger erkennen, dass es nicht genüge, „Reichtum für alle“ zu rufen und sich ansonsten inhaltlich zu enthalten, sagt Fischers neuer Ortsvereinschef Michael Klaus. Er hofft, „dass immer mehr Bürger dies erkennen und wieder auf die SPD zukommen“.

Der kommunalpolitische Aderlass der Wetterauer Linkspartei setzt sich damit fort. Anfang 2009 hatten die Stadtverordneten Peter Ringel (Bad Vilbel), Helge Walker (Rosbach) und Martin Hinz (Friedberg) die Partei verlassen, ihr Mandat aber behalten. Die drei haben sich inzwischen der Piratenpartei angeschlossen.

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