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Viele Unternehmen der Region bekunden ihr Ja zur Nordmainischen S-Bahn.
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Viele Unternehmen der Region bekunden ihr Ja zur Nordmainischen S-Bahn.

Nordmainische S-Bahn

Lichtblick statt Lippenbekenntnis

  • Jochen Dietz
    VonJochen Dietz
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Eine neue „Task Force“ für die lang ersehnte Nordmainische S-Bahn ist optimistisch, dass Trasse endlich kommt – aber wann?

In diesem Jahr werden die Prioritäten für den Bundesverkehrswegeplan ausgehandelt. Und dann werde sie endlich ganz vorne dabei sein und verwirklicht: Die sogenannte Nordmainische S-Bahn, jene seit Jahrzehnten geforderte schnelle Schienenverbindung zwischen Hanau und Frankfurt, für die es eine neue Trasse zu verlegen gilt. Mehr als nur Lippenbekenntnisse? An der im Dezember für deren zügige Umsetzung gegründeten „Task Force“ Beteiligte sind optimistisch. Wann es allerdings genau so weit sein wird, traut sich derweil noch niemand zu sagen.

Man sei „einen Mega-Schritt“ weiter gekommen, schwärmt etwa Martin Vosseler, Verkehrsreferent der Industrie- und Handelskammer Hanau-Main-Kinzig, die konzertierte Aktion mit angestoßen hatte. „Das ist ein klarer Impuls, ein Lichtblick für das Projekt. Und das sage ich als kritischer Beobachter. Da kann nun nichts mehr schiefgehen“, erklärt er und verweist auf den positiven Kosten-Nutzen-Wert. Mit der „Task-Force“, in der sich Industrie- und Handelskammern, der Rhein-Main-Verkehrsverbund, die Bahn AG, die Kommunen Frankfurt, Hanau, Maintal und der Main-Kinzig-Kreis zusammen getan hatten, hätten endlich alle Akteure einmal an einem Tisch gesessen. Darauf könne auch die neue Landesregierung bauen, die das Schienenverkehrsprojekt schließlich in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen habe. Trotz „komplexer planungsrechtlicher Gemengelage“ sei die „Task Force“ „erhellend und förderlich“ für das Projekt. Auch Maintals erster Stadtrat Ralf Sachtleber ist zuversichtlich. „Das ist ein sehr positives Signal. Da ist noch Dampf im Kessel, und wir werden weiter Druck machen.“

Zusammen mit dem viergleisigen Bahnausbau nach Bad Vilbel sei die Nordmainische S-Bahn auch „das ganz große Projekt“ des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), erklärt dessen Sprecherin Petra Eckweiler. Doch zu einem zeitlichen Ablauf will auch sie sich nicht äußern. „Das wäre Kaffeesatzleserei“. Der Bund sei gefordert und müsse sich zu den Kosten bekennen. Dass es höchste Zeit wird, zeigt die Infrastruktur der Strecke Frankfurt Hanau. Die wurde seit dem Beginn der Überlegungen für die Nordmainische S-Bahn 1985 nur noch in Stand gehalten. Dies sollte Doppelinvestitionen verhindern, ein Ausbau erst mit dem Bau der S-Bahn erfolgen. Das führte dazu, dass die Anlagen für den Fahrgastverkehr teilweise verkommen sind.

Der Stand der Dinge habe sich eigentlich seit der Gründung der „Task Force“ Mitte Dezember nicht geändert, heißt es aus dem Wiesbadener Verkehrsministerium. „Das hängt ja auch nicht nur von uns ab“, so ein Sprecher mit Blick auf die Finanzierung durch den Bund. Im Frühjahr solle die „Task Force“ erneut tagen um die Verwirklichung weiter zu forcieren.

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