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Geschichts-Verein Bad Vilbel

Lebendige Vergangenheit

Rund 450 Mitglieder hat der Bad Vilbeler Verein für Geschichte und Heimatpflege – das ist beachtlich, angesichts vieler Heimatvereine, die über Nachwuchssorgen klagen.

Von Monica Bielesch

„Es gibt eben viele Leute, die ein großes Interesse an diesem Verein haben“, versucht Vorsitzender Claus Kunzmann eine Erklärung für den Vereinserfolg zu finden. So entstehe eine „gute Dynamik, vieles ist verzahnt“. Wie zum Beispiel im vergangenen Jahr als der 250. Jahrestag des größten kriegerischen Ereignisses in Hessens dem Vilbeler Geschichtsverein sogar neue Mitglieder bescherte.

Mehr Veranstaltungen geplant

In Erinnerung an die Schlacht bei Bergen und Vilbel, bei der 1759 rund 5500 Söldner den Tod fanden, organisierte der Verein eine erfolgreiche Ortsbegehung auf dem historischen Schlachtfeld, eine Ausstellung und ein Buch. Das Rundum-Geschichtspaket begeisterte das Publikum.

„Unser Ziel ist es, die Historie dieser Stadt allen Bürgern zugänglich zu machen“, sagt Kunzmann. Soll heißen: Der Geschichtsverein will Geschichten erzählen und bewahren und Vilbler Geschichten in den Kontext überregionaler Historie stellen.

Kunzmann ist seit über 30 Jahren mit dem Verein für Geschichte und Heimatpflege verbunden. Seit vielen Jahren ist der Kulturamtsleiter der Stadt auch Vereinsvorsitzender. Diese „Mehrfachfunktion“ sei ebenso ein Faktor für die erfolgreiche Vereinsarbeit, meint der 53-Jährige. Dabei sei die Quellenstadt „nicht so reich an historischen Gebäuden“.

Aber der Geschichtsverein versteht es, das Vorhandene gut zu präsentieren. So bieten rund zwölf ausgebildete Stadtführer jährlich über 100 Führungen durch die Quellenstadt an. Besonders beliebt sind Kostümführungen mit Eventcharakter. Kunzmann: „Das ist ein wachsendes Feld.“ Seit Anfang des Jahres fungiert der Verein als Träger des neueröffneten Brunnen- und Bädermuseums im Weihl’schen Haus am Marktplatz, das in Zusammenarbeit mit der Stadt für über eine halbe Million Euro in nur einem Jahr Bauzeit errichtet wurde. Es zeigt anschaulich und facettenreich die vom Mineralwasser geprägte Geschichte Bad Vilbels. Der Impuls, eine Nachbildung des Römermosaiks im Kurpark zu präsentieren, kam ebenfalls aus den Reihen des Vereins, wie Kunzmann berichtet. Ihm persönlich sind die Heimatblätter wichtig. „Das sind mittlerweile wissenschaftlich fundierte geschichtliche Dokumentationen.“ Die Themen reichen vom Brauereiwesen bis hin zu bekannten Vilbeler Persönlichkeiten.

Aber Kunzmann ist auch selbstkritisch: „Wir haben es bis heute nicht geschafft, uns vernünftig im Internet zu präsentieren.“ In der Tat: Nach einer Homepage des Vereins sucht der Geschichtsinteressierte vergeblich. Veranstaltungen werden aber auf der Webseite der Stadt angekündigt. Kunzmann will verstärkt Akzente im Veranstaltungsbereich setzen. „Es ist uns wichtig, dass wir unsere Vortrags- und Seminarreihen im Umfeld ausbauen.“ Die engagierten Mitglieder ermögichen das.

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