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Landgrebe will Mehrheit brechen

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Er mag die Farbe  Rot schon seit vielen Jahren: Genosse Udo Landgrebe.
Er mag die Farbe Rot schon seit vielen Jahren: Genosse Udo Landgrebe. © Christoph Boeckheler

Udo Landgrebe steht auf dem Spitzenplatz der SPD-Wahlliste für die Kommunalwahl im kommenden März. Die Genossen wollen ihre Stadt zur umweltfreundlichsten im Kreis machen.

Von Monica Bielesch

Udo Landgrebe ist der Spitzenkandidat der Bad Vilbeler Sozialdemokraten für die Kommunalwahl am 27. März 2011. Dies entschied die SPD-Mitgliederversammlung am Samstag im Kurhaus. Insgesamt stellten sich auf der Kandidatenliste 45 Vilbeler zur Wahl – viele Mitglieder, aber auch ein gutes Dutzend Parteilose. Momentan sind die Sozialdemokraten mit elf Sitzen im Stadtparlament vertreten.

Einhelliges Ziel für die kommende Wahl: „Wir wollen die absolute Mehrheit der CDU brechen“, so Landgrebe in seiner kämpferischen Rede. Mit einem roten Schal um den erkälteten Hals stellte er sichtlich stolz die SPD-Kandidatenliste vor. Es ist dem Vorstand um Landgrebe, Rainer Fich und Walter Lochmann gelungen, ein breites Spektrum an engagierten Vilbelern aufzubieten. Unter den 45 Kandidaten sind alleine 17 Frauen. Lucia André steht auf Platz 2 der Liste. Sie gehört bereits jetzt zur SPD-Fraktion im Parlament, ebenso wie Vered Zur-Panzer, die auf Listenplatz 4 steht.

„Art der Monarchie“

Auf aussichtsreicher Position ist auch die türkischstämmige Isil Yönter (Platz 7). Die 49-Jährige war als Parteilose auf die Liste gekommen und ist mittlerweile in die SPD eingetreten. „Die Art der Monarchie, wie die CDU in Bad Vilbel agiert, passt mir überhaupt nicht“, sagte die Fachhochschul-Dozentin. Sie will sich für Migranten und Themen wie interkulturelle Öffnung einsetzen. Die Dortelweilerin Maria Klytta kandidiert auf Platz 9. Die parteilose 30-jährige Mutter engagiert sich für den Erhalt des Grundschul-standortes in Alt-Dortelweil.

Ein SPD-Urgestein ist Herta Schweden vom Heilsberg. Die im dortigen Ortsbeirat tätige Seniorin kandidiert auf Listenplatz 12. Sie will sich für die Lösung der Verkehrsprobleme auf dem Heilsberg einsetzen.

Parteilos ist Michael Wolf. Der Pädagoge und Vater dreier Kinder ist Vorsitzender des Vereins familienbegleitende Erziehung in Dortelweil. „Entscheidungen in Vilbel werden nicht demokratisch gefällt, sondern von Leuten, die glauben, es ist ihre Stadt“, konstatierte Wolf über die CDU-Politik.

Für eine Veränderung der politischen Kräfteverhältnisse sieht Spitzenkandidat Landgrebe eine gute Chance. Einerseits durch engagierte und kompetente Kandidaten in Reihen der SPD. Andererseits durch die momentanen kommunalpolitischen Entwicklungen. Die SPD sei zwar mit dem von ihr unterstützten Bürgerbegehren zur Neuen Mitte unterlegen. Aber das Bürgerbegehren habe gezeigt, dass Bürgerbeteiligung wichtig sei. „So wie in Nidderau die Neue Stadtmitte konzipiert und geplant wurde, so stelle ich mir Bürgerbeteiligung vor“, rief er unter Beifall.

Verkehrspolitisch sieht die SPD einiges im Argen, so soll die Buslinie 30 bis nach Dortelweil fahren. Und: „Bad Vilbel muss die umwelt- und solarfreundlichste Stadt in der Wetterau werden“, forderte Landgrebe eindringlich. Dazu reklamiert die SPD einen Umweltbeauftragten sowie ein Umweltbüro bei der Stadtverwaltung. Weiter fordert die SPD die Wahl eines Seniorenbeirates. „Mit Seniorenvertretern aus den Stadtteilen“, so Landgrebe, der auf die über 8000 Vilbeler hinwies, die älter als 60 Jahre sind. Auch für den Bau eines Altenheims in Dortelweil macht sich die SPD stark.

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