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Die Gedenkstätte Synagogenplatz in der Friedberger Judengasse.

Geschichte

Wetterau: KZ-Besuche gegen Hass  

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Der Kreis fördert Gedenkstätten-Fahrten für junge Menschen

Im vergangenen Jahr haben 1292 Schülerinnen und Schüler aus der Wetterau mit 68 Lehrkräften die historischen Gedenkstätten besucht, die an die nationalsozialistischen Verbrechen und ihre Opfer erinnern: Vor allem Buchenwald bei Weimar, Mittelbau Dora bei Nordhausen, Haddamar bei Limburg, Osthofen bei Worms, Dachau bei München.

Laut einer Mitteilung aus dem Landratsamt setzt der Kreis auf Bildung und Sensibilisierung junger Menschen vor dem Hintergrund, dass Antisemitismus auf Schulhöfen und in Klassenzimmern wieder zunimmt. Solche Bildungsfahrten würden junge Menschen gegen rechtspopulistische Sprüche und Hass immunisieren, ist Landrat Jan Weckler (CDU) überzeugt. Er wünsche sich, dass alle Schülerinnen und Schüler wenigstens einmal in ihrer Schulzeit ein ehemaliges Konzentrations- beziehungsweise Vernichtungslager besucht haben sollten. Immer mehr junge Menschen würden über den Holocaust erschreckend wenig oder gar nichts wissen.

„Wer durch das Tor eines ehemaligen Konzentrationslagers tritt, wer die Baracken sieht und sich mit den einzelnen Schicksalen auseinandersetzt, der wird so leicht nicht verführbar sein für scheinbar einfache Wahrheiten und für die Herabsetzung von Menschen anderen Glaubens, anderer Nationalität oder anderen Aussehens“, sagt Weckler.

Die Fahrten zu den Stätten des nationalsozialistischen Terrors von Jugendgruppen und Schulklassen werden mit einem Drittel der Fahrtkosten unterstützt, wenn die Fahrt in die Gedenkstätte im Mittelpunkt der Studienfahrt steht und ausführlich im Unterricht vor- und nachbereitet wird, heißt es in der Mitteilung.

Der Antrag für die Zuschüsse erfolgt formlos beim Sonderfachdienst Kommunikation der Kreisverwaltung, Europaplatz, 61169 Friedberg, oder per E-Mail an pressestelle@wetteraukreis.de.

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