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Brunnen- und Bädermuseum

Die Kultur des Badens

  • Tina Full-Euler
    VonTina Full-Euler
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Das Brunnen- und Bädermuseum im Weihl´schen Haus öffnet seine Pforten. Es präsentiert den Besuchern die 450-jährige Geschichte der Vilbeler Mineralquellen. Von Tina Full-Euler

Die "Stadt der Quellen" hat ein neues Brunnen- und Bädermuseum. Das Weihl´sche Haus am Marktplatz 3 neben dem Alten Rathaus dokumentiert auf rund 200 Quadratmetern die mehr als 450-jährige Geschichte der Vilbeler Mineralquellen. Heute öffnet das Museum zum ersten Mal die Pforten für die Öffentlichkeit.

Das schmucke Fachwerkhaus aus dem Jahr 1660 sei "optimal" für das Museum, sagte Hassia-Seniorchef Günter Hinkel bei einem ersten Rundgang am gestrigen Freitag. Ab 1933 war dort die Zentrale von Georg Otto Weihls Luisen-Brunnen angesiedelt. Heute gehört das Haus der Frankfurter Volksbank, die Stadt hat es laut Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) "langfristig gemietet". "Ich empfinde Freude, Dank und Stolz", sagte Stöhr am Freitag. "Ein Stück Tradition der Mineralwasserindustrie kehrt an ihren Ursprungsort, ins Stadtzentrum zurück."

"Die Handwerker haben bis auf die letzte Minute gearbeitet", sagte Hinkel, der maßgeblich an dem Projekt beteiligt war. Das neue Brunnenmuseum entstand innerhalb von 13 Monaten. Von 1959 bis 2007 war das Brunnen- und Heimatmuseum in der Wasserburg untergebracht, wie Kulturamtsleiter Claus Kunzmann berichtet. Doch das Museum sei nicht einfach nur umgezogen, sondern "zu 90 Prozent neu gestaltet" worden, so Hinkel.

Die Kosten für den Umbau bezifferte der Hassia-Seniorchef auf rund 530000 Euro. Davon hätte die Stadt 200000 Euro übernommen, der Verein für Kultur- und Sportförderung 100000 Euro und das Land 45000 Euro. An den restlichen Kosten hätten sich Hassia Mineralquellen, der Heimat- und Geschichtsverein als Träger des Brunnen- und Bädermuseums, Frankfurter Volksbank und weitere Spender beteiligt, so Hinkel. "Das Projekt wurde schuldenfrei abgeschlossen."

Im Erdgeschoss des Brunnen- und Bädermuseums erfahren Besucher Wissenswertes über Geologie und die Entwicklung der Bohrtechnik. Auf einem Bildschirm ist zum Beispiel die Fahrt in einen 140 Meter tiefen Brunnenschacht mitzuerleben. Die verschiedenen Gesteinsschichten unter Tage verdeutlichen Proben hinter Glas. Das Museum sei "schön und modern gemacht", findet Hanno Broo vom hessischen Museumsverband. Ihn überzeugt die Mischung aus Exponaten und moderner Technik.

Zahlreiche Ausstellungsstücke stammen von Stefan Frank, Getränke-Technologe bei Hassia. Seit den 80er Jahren beschäftige er sich mit der Geschichte der Vilbeler Mineralbrunnen, sagt er. Teilweise habe er die Exponate eigenhändig auf den Grundstücken der Mineralquellen ausgegraben.

Im ersten Stock widmet sich ein Zimmer der Bäderkultur in Vilbel. Es zeigt eine Wanne, wie sie um 1900 im Heilbad Carl Brods stand - eine Replik. Die restlichen Gegenstände im Raum sind dagegen Originale, darunter Handtücher und Badeutensilien. Der 84-jährige Walter Heil, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, hat sie von Brods Töchtern erhalten und ins Museum gebracht.

Dass das Museum relativ viel von Hassia zeigt, liege daran, dass das Unternehmen "die Dinge aufbewahrt", erklärte Hinkel.

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