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Zwei der „Lieblingsstücke“, die vom kommenden Freitag an in der Galerie Alte Mühle zu sehen sein werden.
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Zwei der „Lieblingsstücke“, die vom kommenden Freitag an in der Galerie Alte Mühle zu sehen sein werden.

Bad Vilbel

Künstler feiern Jubiläum

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Der Kunstverein Bad Vilbel wird 20 Jahre alt. Der Verein plant Kurse für Flüchtlinge und Senioren. Heute beläuft sich die Mitgliederzahl auf 370.

„Wir wollten nur ein bisschen malen“, sagt Gitta Junge. Die stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins Bad Vilbel muss schmunzeln, als sie von der Gründung vor bald 20 Jahren erzählt. Damals, am 19. September 1996, kamen mehr als 60 Menschen ins Kulturzentrum Alte Mühle zur Gründungsversammlung. Unter ihnen waren viele, denen etwas fehlte in ihrer Stadt. „Trotz des guten kulturellen Angebots in unserer Stadt mit damals circa 26 000 Einwohnern fand sich keine Institution, die bildende und darstellende Kunst vermittelte“, schreibt der Verein auf seiner Homepage.

Das inhaltlich gute Angebot der Kreisvolkshochschule sei seinerzeit leider immer teurer geworden, was mit immer weniger Kursteilnehmern und schließlich einer Reduzierung der Kurse einherging. Aus diesem Notstand heraus sei die Idee zur Gründung eines eigenen Vereins gereift. Der Kunstverein wurde zu jener Institution, die bislang fehlte. „Wir haben ganz klein angefangen in der Kunstwerkstatt der Alten Mühle“, erinnert sich Junge, die bereits dem Gründungsvorstand angehörte. Einige wenige Kurse für Erwachsene und Kinder habe es gegeben.

Kunstverein füllte eine Lücke

Doch dabei sollte es nicht bleiben. Die Mitgliederzahl stieg – heute zählt der Verein rund 370 Mitglieder – und die Wünsche nach unterschiedlichen Programmangeboten vermehrten sich. Die Zahl der Kurse stieg ebenso kontinuierlich wie die der Ausstellungen und anderer Projekte und Kooperationen. Hinzu kamen der Fachbereich Literatur und die Artothek, in der man bis heute Werke von Künstlern des Vereins für eine Gebühr ausleihen kann.

Die erste große Zäsur markierten die Jahre 2006 und 2007, als sich die Kunstschule als eigener Bereich innerhalb des Vereins organisierte. Daraufhin stellte die Stadt dem Verein das frühere Schwesternwohnheim an der Frankfurter Straße zur Verfügung. Miete muss dieser keine zahlen. Dort bietet die Kunstschule im Jubiläumsjahr, das der Verein unter das Motto „Experimentell und kreativ seit 1996“ gestellt hat, insgesamt 49 Kurse für Kinder, Erwachsene und Senioren an. 26 Kursleiter stemmen das abwechslungsreiche Programm. „Wir möchten zeigen, wie breit wir aufgestellt sind“, sagt die erste Vorsitzende Cornelia Weinheimer. Neben „Klassikern“ wie Aquarell-, Acryl- und Ölmalerei, Töpfern und Kunstgeschichte habe man auch einige neue Angebote im Programm.

Eines ist die Theaterwerkstatt für Kinder ab acht Jahren. Sie beginnt am 28. Januar im Freizeitforum an der Saalburgstraße. Auch ältere Semester nimmt die Kunstschule 2016 gezielt in den Blick. So gibt es an mehreren Terminen einen Mal- und Gestaltungskurs für Senioren ab 60 Jahren. Zudem planen Weinheimer und Junge eine Zusammenarbeit mit dem AGO-Seniorenzentrum in Dortelweil, möglicherweise mit einem Kurs vor Ort. Ebenso soll es wöchentlich ein zweistündiges Angebot für Flüchtlinge geben, bei dem Malerei und figürliches Gestalten im Vordergrund stehen. Wann das sein wird, steht noch nicht fest.

Bis heute wird die Kunstschule ehrenamtlich durch den Vorstand des Kunstvereins geleitet. „Unser großes Ziel ist natürlich, die Kunstschule so aufzustellen, dass sie von jemand Hauptamtlichen geführt wird“, sagt Junge. Ehrenamtlich sei das bald nicht mehr zu stemmen. Der ursprüngliche Anspruch, „nur ein bisschen malen“ zu wollen, hat sich geändert.

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