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Wetterau Ovag

Kritik an Kraftwerk-Beteiligung der Ovag

Die Linken stellen die Ovag-Investition in ein Bremer Gaskraftwerk in Frage. Der Energieversorger weist die Vorwürfe zurück.

„Die Beteiligung der Ovag an einem Gaskraftwerk in Bremen droht zum vollkommenen Desaster zu werden“, sagt der Vertreter von Die Linke in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Oberhessischer Versorgungsbetriebe (ZOV), Dietmar Schnell. Der ZOV ist die 100-prozentige Muttergesellschaft der Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG (Ovag).

2012 hatte die Ovag sich mit rund 22 Millionen Euro an einem Kraftwerk-Bau in Bremen beteiligt. Den Betrieb sollte das Kraftwerk Ende 2013 aufnehmen. Bisher ist das aber nicht geschehen.

Schon 2013 habe eine Anfrage ergeben, dass das Projekt nicht wirtschaftlich betrieben werden könnte, moniert Schnell jetzt. Ein zusätzliches Problem ergebe sich daraus, dass die Deutsche Bahn nicht wie ursprünglich angekündigt regelmäßig 165 bis 200 Megawatt abnehmen werde. „Jetzt wird klar, dass das Kraftwerk auf absehbare Zeit keine Gewinne machen wird“, sagt Schnell. Und die Zeche dafür bezahlten letztlich die Stromkunden.

Der Energieversorger weist die Vorwürfe von Schnell zurück. „Die Marktsituation ist derzeit so, dass Gaskraftwerke wie andere Kraftwerke auch, keinen Gewinn erzielen, sondern Verluste verursachen“, argumentiert der Vorstand der Ovag-Energie und ZOV-Geschäftsführer Rainer Schwarz. Langfristig jedoch gehe der Trend weg von der Kohle. Deshalb seien regelbare Kraftwerke wie das in Bremen unverzichtbar, weil sie in kurzer Zeit einsatzbereit seien, wenn die Sonne nicht scheine und der Wind nicht wehe. „Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus der 40-jährigen Betriebsdauer und nicht nach dem sehr kurzfristigen Blick auf ein derartiges Projekt“, sagt Schwarz. „Unsinn“ nennt er die Behauptung, die Stromkunden zahlten die Kosten für das Projekt. Der Strompreis sei „ein reiner Marktpreis“ und damit „völlig unabhängig von den internen Aufwendungen“, argumentiert Schwarz. Die meisten Anteile an dem Kraftwerk hält der regionale Bremer Nahversorger Swb mit knapp 52 Prozent. cir

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