Wetterau

Kreis spricht Entnahmeverbot aus

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Bäche und Flüsse in der Wetterau fallen schon trocken. Daher besteht eine Gefahr für die Fische.

Der Wetteraukreis verbietet weitgehend die Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen. Als Grund nennt der Kreis die anhaltende Trockenheit, die zu sehr niedrigen Wasserständen führe. Stellenweise würden Gewässer schon trockenfallen. Jede zusätzliche Wasserentnahme könne die Situation verschärfen, warnt die Kreisfachstelle Wasser- und Bodenschutz. Eine Änderung der Situation sei in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Verbreitet liegen die Grundwasserstände unter dem Niveau von Anfang Juli 2018, teilt das hessische Umweltministerium auf Anfrage der FR mit.

„Wir halten wieder die Luft an“, sagt Gewässerökologe Gottfried Lehr, der Abschnitte der Nidda renaturiert hat. Mai und Juni seien zwar regenreiche Monate gewesen, die Trockenheit des vorigen Jahres und des Winters aber seien dadurch nicht ausgeglichen worden. Der Erlenbach, der vom Taunus in die Nidda fließt, bestehe aktuell meist aus Klärwasser, das jedoch noch sauber genug für Fische sei.

Problematisch sei nunmehr eher die Gewässererwärmung. Der Erlenbach war laut hessischem Umweltamt gestern um 11 Uhr knapp 21, die Nidda fast 20 Grad Celsius warm.

Laut Lehr versuchen Bach- und Flussbewohner bei sinkenden Pegeln in anderen Gewässerabschnitten oder notfalls in einer großen Pfütze im Bachbett die Dürre zu überleben.

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