+
Mit gewaltigen Stahltrossen wird der Kranwagen wieder auf die Räder gestellt. 

Butzbach

Kranwagen auf Abwegen bei Butzbach

  • schließen

Der 60-Tonnen-Koloss kommt von der Straße ab, purzelt die Böschung hinunter und muss mit Riesenaufwand geborgen werden. Die Straße zwischen Fauerbach und Münster bleibt bis Dienstag gesperrt.

Nachdem ein 60 Tonnen schwerer Kranwagen am Donnerstagvormittag auf der Landesstraße 3353 zwischen Fauerbach und Münster von der Straße abgekommen und im Graben gelandet war, hat sich eine aufwendige und spektakuläre Bergungsaktion angeschlossen, die bis weit in den Freitag angedauert hat.

Der Fahrer wurde nach Angaben der Polizei leicht verletzt und in einem Krankenhaus versorgt. Möglicherweise wollte er einem entgegenkommenden Fahrzeug auf der im Bereich des Unfalls sehr engen Straße Platz machen.

Die Bergung des Kranwagens gestaltete sich als extrem schwierig und war nur mit speziellem, schwerem Gerät möglich. Glück im Unglück war, so die Polizei, dass das Unternehmen, zu dem der Unglücks-Koloss gehört, über genau dieses Equipment verfügt. Mit mächtigen Stahltrossen wurde das Gefährt wieder auf die Räder gestellt. Die Untere Wasserbehörde und die Feuerwehr waren eingeschaltet, um dafür zu sorgen, dass kein Diesel oder Hydrauliköl austritt und ins Erdreich gelangt. Das Abschmieren des Fünfachsers hat auch im Acker erheblichen Flurschaden angerichtet.

Das schwere Fahrzeug wurde beim Unfall auch selbst schwer beschädigt, allein das Kranführerhäuschen völlig eingedrückt. Der Schaden liegt nach Einschätzung der Polizei im sechsstelligen Bereich.

Die Landesstraße ist seit Donnerstagmittag voll gesperrt und wird es laut Mitteilung von Hessen Mobil auch noch bis voraussichtlich Dienstag, 21. Januar, bleiben. Denn durch den Unfall seien auch Teile der Fahrbahn in Mitleidenschaft gezogen worden, was Instandsetzungsarbeiten erforderlich mache. „Das Ding ist die Böschung runter und hat entsprechende Spuren hinterlassen. Jetzt müssen wir die Randbereiche der Fahrbahn erstmal wieder beiflicken“, so Ulrich Hansel, Hessen-Mobil-Regionalbeauftragter für Mittelhessen, am Freitag auf Anfrage.

Für die Verkehrsteilnehmer werde daher eine Umleitung bis Dienstag erforderlich. Sie führt für den Lastwagenverkehr auf der Landesstraße 3056 über Hoch-Weisel sowie danach auf der L 3053 über Hausen und Espa zum Abzweig der L 3270 über Bodenrod wieder zur L 3353 und umgekehrt.

Der Autoverkehr hingegen könne kleinräumiger ab Hoch-Weisel über die Kreisstraße 15 umgeleitet werden. Auch hier analog in Gegenrichtung. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare