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Kontakt zum Konsul aufgefrischt

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Von: Jens Joachim

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Bad Vilbel will seine Wirtschaftsbeziehungen nach China intensivieren. Eine kleine Wirtschaftsdelegation trifft sich abermals mit dem chinesischen Konsul Weihe Zhu.

Die Stadt Bad Vilbel hat ihre Kontakte zum chinesischen Generalkonsulat aufgefrischt. Nach einer Mitteilung von FDP-Partei- und Fraktionschef Jörg-Uwe Hahn hat sich kürzlich eine kleine Wirtschaftsdelegation abermals mit Wirtschaftskonsul Weihe Zhu getroffen. Schon im November vorigen Jahres hatte der Diplomat zum ersten Mal Bad Vilbel besucht.

An dem Gespräch mit Konsul Zhu nahmen neben Hahn auch Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU), Dirk Hinkel, der geschäftsführende Gesellschafter des Mineralbrunnenunternehmens Hassia und der FDP-Stadtverordnete Thomas Reimann teil, der auch Geschäftsführer der in Bad Vilbel ansässigen Baufirma Alea ist. Nach den Worten Hahns sollen die Kontakte zum Generalkonsulat künftig insbesondere für den Ausbau von wirtschaftlichen Beziehungen weiter intensiviert werden.

Anfang 2014 war der ursprüngliche Plan, im Gewerbegebiet „Quellenpark“ zwischen der Main-Weser-Bahn und der Bundesstraße 3 ein großes Handelszentrum für chinesische Waren zu errichten, gescheitert. Ein chinesischer Geschäftsmann wollte auf rund 27,5 Hektar knapp 94 Millionen Euro investieren.

Quellenpark im Angebot

Geplant war der Kauf von Gewerbe- und Wohnflächen im großen Stil. Nach einem Schlingerkurs schien das Geschäft schon auf der Zielgeraden. Doch das damals größte Ansiedlungsprojekt in der Rhein-Main-Region platzte, weil der chinesische Geschäftsmann angeblich sein Geld nicht rechtzeitig in Euro konvertieren konnte. Die einst in Dortelweil ansässige Investmentgesellschaft hat im Frühjahr 2014 ihren Sitz an den Frankfurter Flughafen verlegt.

Stadtsprecher Yannick Schwander berichtete gestern, Stadtrat Klaus Minkel (CDU) stehe „nach wie vor in einem regen Austausch mit chinesischen Delegationen“. Und auch Hahn, der bis 2014 als früherer Justiz- und Europaminister Beauftragter der Landesregierung für die Beziehungen zur chinesischen Provinz Hunan war, äußerte nach dem jüngsten Treffen mit dem chinesischen Wirtschaftskonsul, die Stadt wolle chinesischen Unternehmen „verstärkte Angebote“ unterbreiten. Der FDP-Stadtverordnete Reimann sagte gestern, bei dem Gespräch sei auch über die mögliche Ansiedlung von chinesischen Unternehmen im „Quellenpark“ gesprochen worden. Konkrete Ansiedlungspläne seien ihm aber nicht bekannt.

Dem Vernehmen nach hat inzwischen auch ein großer Industriebetrieb aus Frankfurt gegenüber der Stadt Interesse an den Flächen bekundet.

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