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Bohrarbeiten auf der Erddeponie
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Bohrarbeiten auf der Erddeponie

Erddeponie Gronau

Keine Gefahr für Mensch und Tier

  • Tina Full-Euler
    VonTina Full-Euler
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Eine Untersuchung der Gronauer Erddeponie im Auftrag der Stadt Bad Vilbel sieht kein Umweltrisiko. Von fast 200 Bodenproben sei nur eine auffällig gewesen.

Eine Untersuchung der Gronauer Erddeponie im Auftrag der Stadt Bad Vilbel sieht kein Umweltrisiko. Von fast 200 Bodenproben sei nur eine auffällig gewesen.

Von der Erddeponie auf dem Gronauer Gemeindeacker geht „keine Gefährdung für Mensch und Tier“ aus. So lautet das Ergebnis des Darmstädter Unternehmens Arcadis, das im Auftrag der Stadt Bad Vilbel im Sommer das auf der Deponie abgelagerte Material untersucht hat. Von den 183 Bodenproben seien nur in einer „lokal begrenzten Probe“ aus etwa drei Metern Tiefe Grenzwerte überschritten worden, teilt Bauamtsleiter Erik Schächer mit.

Von 1999 bis 2007 waren auf dem offiziell als Ausgleichsfläche deklarierten Gebiet südlich von Gronau an der B521 165000 Kubikmeter Erde abgekippt worden – fünfmal mehr als vom Kreis genehmigt. Die Bohrungen hatte der Wetteraukreis auf Weisung des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt angeordnet. Die Stadt Bad Vilbel trägt die Kosten.

Die auffällige Bodenprobe enthalte erhöhte Werte von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), erklärt Michael Selle, Projektingenieur bei Arcadis. Wo die Verbindung herkomme, könne er jedoch nicht genau sagen. Sie sei zum Beispiel in imprägnierten Holzresten enthalten und würde auch „im Bereich Straßenbau“ eingesetzt. In die darunterliegende Schicht sei der Stoff nicht vorgedrungen. Analysen des Feststoffs, ob er sich in Wasser löst, ergaben laut Selle „unauffällige Werte“. Somit gehe keine Gefahr für das Grundwasser aus. „Aus unserer Sicht können wir ein Umweltrisiko ausschließen“, so der Projektleiter.

Die restlichen Bodenproben aus insgesamt 35 über dem Gelände verteilten Bohrstellen enthielten laut Schächer „ganz überwiegend natürliche Bodenmaterialien“, in denen sich teilweise „geringe Mengen an Fremdbestandteilen“ befanden. Dabei handelte es sich etwa um Bauschutt, Ziegel- und Holzreste, kleinere Asphaltstücke oder Schlacke-Reste, wie Selle aufzählt – allerdings „in minimalen Mengen“.

Die chemischen Analysen der Bodenluft- und Grundwasserproben hätten ebenfalls keine Schadstoffbelastungen oberhalb der Grenzwerte ergeben. Selle räumt ein, dass solche Proben zwar punktuell geschehen. Dennoch „reicht der Umfang der Untersuchung aus, um das Gefahrenpotenzial für die Gesamtfläche abschätzen zu können“, sagt Selle.

Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) bezeichnet das Ergebnis als „erfreulich“. Mit der Untersuchung sei die Stadt ihrer Verpflichtung nachgekommen, Kreis und RP hätten das Ergebnis geprüft. „Das Biotop kann bestehen bleiben“, so Stöhr.

Wie Bauamtsleiter Erik Schächer mitteilt, soll es im Frühjahr 2011 noch eine weitere Grundwasserbeprobung geben, um auch jahreszeitlich bedingte Einflüsse auf das Grundwasser zu berücksichtigen.

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