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Hella Dipboye
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Hella Dipboye

Bad Vilbel

Karriere beim „tollen Verein“

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Hella Dipboye ist die neue Vorsitzende der Bildungsforums Dortelweil. Dessen Fortbestand war lange fraglich. Am Programm soll sich zunächst nicht viel ändern.

Hella Dipboye hat den Werbeslogan eines schwedischen Möbelhausen für sich umgemünzt. „Ich will in Dortelweil nicht nur wohnen, sondern auch leben“. Vor gut einem halben Jahr zog sie wegen einer ihrer beiden Töchter Tochter nach Bad Vilbel - und machte gleich Karriere: Seit Ende März ist die Gymnasiallehrerin in Altersteilzeit schon Vorsitzende des Bildungsforums Dortelweil (BFD). „Es wäre doch schade, wenn der Verein sich hätte auflösen müssen“, begründet sie ihr rasches Engagement .

Ihre Amtsvorgängerin Christa Heil hatte schon vor Monaten angekündigt, aus persönlichen Gründen kein weiteres Mal zu kandidieren. Ein Nachfolger zeichnet sich nicht ab. Ohne vollständigen Vorstand nach der Hauptversammlung wären die Vereinsaktivitäten zum Erliegen gekommen und der Fortbestand fraglich gewesen.

„Über meine aktive Mitgliedschaft beim Sportverein Fun-Ball habe ich zum ersten Mal vom Bildungsforum und über den drohenden Verlust im Vorstand gehört“, erzählt die 64-Jährige, die schon kurz nach ihrem Umzug in die Quellenstadt viel unternahm, um Ort und Menschen kennenzulernen. Auf den waschechten Dortelweiler sei sie noch nicht gestoßen. „Dortelweil besteht aus sehr vielen Zugezogenen“, erzählt sie von ihren Begegnungen.

Der erste Besuch beim Bildungsforum ergab sich beim Tag der offenen Tür. Eine weitere Annäherung an den „tollen Verein“ stellte sich für Dipboye bei einer Wanderung ein. Nach einer vom BFD organisierten Exkursion zur Kunst nach Frankfurt und zum Planetenweg in Bad Nauheim stand für Hella Dipboye fest: „Der Verein hat ein großartiges Programm, das von vielen Menschen wahrgenommen wird, und das muss erhalten bleiben.“ Die Pädagogin ließ sich nominieren und wurde einstimmig gewählt.

„Ich habe aber das Amt mit Bedenken angenommen“, sagt sie. Der Vorstand und der Beirat hätten ihr jede Unterstützung zugesagt. Zuvor hatte sie sich bei ihrer Vorgängerin Christa Heil darüber informiert, welche Verantwortung auf die Vorsitzende des Bildungsforums zukommt.

Dennoch hat Dipboye ein bisschen Angst, dass ihr die Aufgabe über den Kopf wachsen könnte, auch wegen der Ansprüche, die sie an sich selbst stellt. „Ich bin eine kleine Perfektionistin. Ich möchte nichts falsch machen“, sagt Hella Dipboye.

Einen Verein hat die Lehrerin für Englisch und Geschichte noch nie geführt. Das ehrenamtliche Engagement ist ihr hingegen nicht fremd. In Marburg betätigte sie sich im Schulpersonalrat. Beim Jugendgericht ist die Mutter von zwei Töchtern, die heute 33 und 38 Jahre alt sind, als stellvertretende Schöffin berufen worden.

„Zunächst muss ich die Strukturen kennenlernen“, erläutert Hella Dipboye ihre Vorgehensweise als frischgebackene Vereinschefin. Aber andere Aufgaben warten deshalb nicht. Neben der allgemeinen Einarbeitung stehe nun das nächste, vierteljährlich erscheinende Programmheft für die mehr als 550 Mitglieder an. Alters- und Zugehörigkeitsjubiläen dürfen nicht versäumt werden, und die Pressearbeit ist auch zu erledigen. ‚Ich habe mir bereits eine To-do-Liste erstellt“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Einen Grund zu Änderungen etwa im Programm sieht sie nicht – zumindest derzeit. „Der Verein läuft ja ganz toll“, sagt Dipboye. Sie begeistert, dass das Bürgerforum für alle Altersgruppen im Stadtteil etwas zu bieten hat, angefangen vom Kinderschwimmen über Vorträge und Wanderungen bis hin zu Lesungen.

Auch künftig sollen Vorstand, Beirat und Mitglieder Anregung für das Programm geben. Vielleicht kommen mit Hella Dipboye noch Themen aus Kunst und Geschichte hinzu.

„Aber man darf es nicht überstrapazieren, es muss immer ein gesundes Mittelmaß gewahrt bleiben“, sagt sie.

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