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Einige Eltern suchten am Eröffnungstag der Ausstellung persönliche Auskunft.
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Einige Eltern suchten am Eröffnungstag der Ausstellung persönliche Auskunft.

Kinderbetreuung

Tagesmütter schließen Lücken

Nur wenige Eltern wissen nicht, wo ihr Kleinkind ab August unterkommt. Auf 46 Kleinkinder kommen in Karben 15 Tagesmütter.

Von Peter Hauff

Von einem Ansturm auf die acht hergekommenen Tagesmütter konnte am Samstag keine Rede sein. Als die zwei Jahre alte Wanderausstellung über Kindertagespflege im Karbener Bürgerzentrum eröffnet wird, haben ein paar Mütter ihr Kind im Arm oder im Kinderwagen, aber nicht viele. Ein paar Infos werden getauscht, die an keiner der 15 Schautafeln vorkommen. Die meisten Eltern scheinen sich bei der Frage „Was oder wer ist der beste Bildungsort für unter drei Jahre alte Kinder?“ längst orientiert zu haben.

Auf 46 Kleinkinder kommen in Karben 15 Tagesmütter. Der zehn Monate alte Nicklas ist einer von ihnen. Anja und Michael Walla wollen ihren Erstgeborenen am liebsten einer Tagesmutter anvertrauen, „weil uns das persönlicher und vertraulicher scheint, als eine Tagesstätte“, sagen sie. Doch ihre Suche habe noch ein bisschen Zeit. Unter vier Augen spricht das Paar hier mit möglichen Betreuerinnen. Das Loslassen sei schwer, gesteht Nicklas‘ Mutter – ist aber zuversichtlich, das Beste für ihn zu finden. „Die Chemie muss halt einfach stimmen.“

Qual der Auswahl

Auch einen Platz im Kinderhaus am Lindenplatz, wo Nicklas nach dem Montessori-Konzept erzogen würde, oder im ländlichen Bommelhof mit Wiesen und Obstbäumen drumherum und zwei Tagesmüttern, die bis zu neun Kinder betreuen, können sich die Eltern von Nicklas vorstellen. Bei so vielen Kitas und Tagesmüttern, die sich im Bürgerzentrum mit Fotos und Bastelbeispielen auf weiteren Wänden präsentieren, liegt ein Problem wohl ebenfalls in der Qual der Auswahl.

Bis zum Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab August sind es einige Wochen. Um schnell und individuell auf die Nachfrage zu antworten, setzte die Stadt Karben sehr auf Tagesmütter. Gegen sie sprechen die Ausgaben – kostet die Tagespflege monatlich doch rund 200 Euro mehr als der Ganztagesplatz in einer Einrichtung.

„Vor allem für relativ besser verdienende Eltern ist der Kostenunterschied massiv“, erzählt Julia Blunck. Ihre zweijährige Tochter habe erst gar keinen U-3-Platz gefunden. Nun „sind wir aber total begeistert von unserer Tagesmutter Barbara Schmidt“, sagt sie. „Wegen ihr bin ich auch nur hergekommen“, bemerkt Blunck. Höhere Kosten nehme die Familie in Kauf, solange es eben reicht.

Der eineinhalbjährige Sohn rennt draußen im Gras und hat laut seiner Mutter „kein Problem, in einer kleinen Gruppe Anschluss zu finden“. Zumindest in Karben scheint die zentrale Platzvergabe zu funktionieren.

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