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Gymnastik ist eines von vielen Angeboten für Senioren.
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Gymnastik ist eines von vielen Angeboten für Senioren.

Altenhilfeplanung Karben

Was Senioren brauchen

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Am heutigen Freitag gehts los: Karben stellt einen Altenhilfeplan zusammen. Dabei geht es darum, den künftigen Bedarf der älter werdenden Gesellschaft zu ermitteln und Angebote für ältere Menschen besser zu vernetzen.

Am heutigen Freitag gehts los: Karben stellt einen Altenhilfeplan zusammen. Dabei geht es darum, den künftigen Bedarf der älter werdenden Gesellschaft zu ermitteln und Angebote für ältere Menschen besser zu vernetzen.

Im Jahr 2030 ist jeder Vierte in Karben über 60 Jahre alt“, sagt Bürgermeister Guido Rahn (CDU). Das Angebot von Vereinen und Organisationen für Senioren ist heute schon groß. Es reicht von Übungen für die Gesundheit wie Gymnastik über Singen bis hin zur pflegerischen Betreuung, wenn das Leben zu Haus alleine nicht mehr geht. Aber: „Es muss nicht jeder Seniorenyoga anbieten“, so Rahn.

Gründe genug, um eine Altenhilfeplanung auf den Weg zu bringen. Heute geht es los. Dann treffen sich erstmals diejenigen, die das Projekt bis Ende des Jahres ausführen sollen: der ASB Mittelhessen, der die Projektleitung hat, die Stadt sowie etliche Vereine, Verbände und Organisationen die mit Senioren zu tun haben.

„Sportvereine, Apotheken, Ärzte“

Eine der Aufgaben der Altenhilfeplanung wird es sein zu ermitteln: „Wie wird sich die Bevölkerung entwickeln?“, sagt Johannes Fellner, Fachbereichsleiter Altenhilfe beim ASB Mittelhessen. „Das müssen wir dann auf die Stadtteile runterbrechen.“ Dabei geht es darum, den künftigen Bedarf der älter werdenden Gesellschaft zu ermitteln. Wo gibt es Geschäfte zum Einkaufen? Sind die Busverbindungen angemessen? Wo gibt es Handicaps wie nicht abgesenkte Bordsteine?

„Es gibt eine ganze Menge bürgerschaftliches Engagement in Karben“, so Fellner. Wichtig sei aber auch, die bereits bestehenden Angebote besser zu vernetzen. Um das zu erreichen, soll es bis zu sieben stadtteilbezogene Workshops geben. In diesen will der ASB gemeinsam mit den jeweiligen Ortsvorstehern Informationen sammeln, um so genau wie möglich die individuellen Bedürfnisse ermitteln zu können. „Wir werden natürlich alle einladen, die mit Senioren arbeiten“, sagt Fellner. „Sportvereine, Apotheken, Ärzte“, zählt er beispielhaft auf. Neben den Workshops wird es die sogenannte Steuergruppe geben, in der neben dem Bürgermeister und dem ASB unter anderem auch der Seniorenbeirat der Stadt mitarbeitet.

Unterstützung bekommt der ASB Mittelhessen von seinem Landesverband: Von dort kommt eine Sozialwissenschaftlerin, die die wissenschaftliche Begleitung übernimmt. Das Projekt ist auf ein Jahr angesetzt. Aus einem staatlichen Förderprogramm gibt es laut Bürgermeister Rahn 10 000 Euro für den Altenhilfeplan. Rund 15 000 Euro veranschlagt er für die Gesamtkosten. Die Differenz trägt laut Rahn die Stadt.

Zu den Karbener Initiativen für Senioren, die zum heutigen Auftakttreffen eingeladen sind, zählt auch der Sing- und Musizierkreis. Dessen Leiter Fritz Amann, selbst aktiv beim ASB, sagt auf Anfrage: „Es ist generell notwendig, dass eine Vernetzung der Aktivitäten stattfindet.“ Er begrüße den Altenhilfeplan deshalb. Gleichzeitig weist Amann darauf hin, das Ehrenamt nicht zu überfordern. „Ich warne davor, dass man als Gesellschaft zu viel auf das Ehrenamt abschiebt.“

Es dürfe nicht so kommen, dass zuerst der Bedarf ermittelt werde, den die Senioren künftig hätten und die Kommune später sage: Sie habe kein Geld, um diesen Bedarf zu decken. Lücken, die erkannt werden, dürften nicht mit ehrenamtlicher Arbeit kaschiert werden.

Grundsätzlich lobt Amann aber das Ehrenamt: „Freiwilligenarbeit ist eine Verbesserung des Lebensumfeldes.“

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