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Regionale Produkte sind gefragt

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Von: Jochen Dietz

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Regionale Produkte in Bio-Qualität direkt vom Erzeuger. © Rolf Oeser

Die Direktvermarkter in der Wetterau verzeichnen in der Corona-Krise mehr Nachfrage. Und das, obwohl ihnen die Gastronomie in den vergangenen Monaten als Hauptabnehmerin ausgefallen ist.

Die Direktvermarkter in der Wetterau verzeichnen in der Corona-Krise Zuwächse. Das teilt die erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (SPD) nach einem Besuch des Spargel- und Erdbeerhof Bär in Karben mit. Neben Spargel und Erdbeeren wird hier auch klassischer Ackerbau betrieben.

Sowohl die Spargel- als auch die Erdbeerernte seien in diesem Jahr den Umständen entsprechend noch gut verlaufen, so Marcus Bär in der Mitteilung. Der Engpass an osteuropäischen Saisonarbeitern wegen den Einreisebeschränkungen habe den Betrieben zu schaffen gemacht. „Und leider konnten wir die regionale Gastronomie, sonst ein wichtiger Abnehmer für uns, diese Saison nicht beliefern. Nichtsdestotrotz war die Nachfrage an regionalen Erzeugnissen in diesem Jahr definitiv größer als sonst und wir konnten dabei auch einige neue Kundinnen und Kunden dazugewinnen“, so Bär.

Die Kreisbeigeordnete bestätigt das und findet es in der Mitteilung wenig überraschend: „Regionale Produkte sind in der Krise gefragt. Unsere Direktvermarkter haben durch den Lockdown teils mehr Zulauf erhalten. Durch die Einschränkungen müssen die Menschen – zwangsläufig – vermehrt zu Hause kochen.“

Das habe unter anderem auch dazu geführt, dass viele bewusst regionale Direktvermarkter für ihren Einkauf wählen. Gerade in schwierigen Zeiten müsse die Wertschätzung der heimischen Produkte erhalten und gestärkt werden. Es gehte dabei nicht nur um das Bewusstsein für eine regional-saisonale Ernährung. „Durch die Nachfrage nach regionalen Produkten, stärken wir auch unsere regionale Wirtschaft und sichern somit Arbeitsplätze“, befindet Becker-Bösch. „Ich hoffe sehr, dass sich der Trend auch nach Corona fortsetzt.“

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