Kleine Anfrage

Karben auf dem Weg zum Mittelzentrum

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Die mit der Prüfung beauftragte Expertenkommission will noch im Frühjahr der Landesregierung das Ergebnis  vorlegen.

Auf dem Weg zum Mittelzentrum wird die Stadt in diesem Jahr einen Schritt weiter kommen. Die Expertenkommission Zentrale Orte und Raumstruktur, die das Anliegen prüft, werde noch im Frühjahr der Landesregierung das Ergebnis  vorlegen, teilt das Hessische Wirtschaftsministerium mit. 

Die Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl (SPD) für die Wetterau und ihr Fraktionskollege Christoph Degen aus dem Main-Kinzig-Kreis, weil dort Nidderau den gleichen Status anstrebt, hatten eine Kleine Anfrage im Landtag gestellt. Im März 2018 hatte sich die Kommission dem Vorhaben angenommen. Die Stadt Karben strebt seit 2014 den Aufstieg vom Unter- zum Mittelzentrum an, mit Blick auf das Wachstum der Stadt, das sich mittlerweile mit zwei großen Baugebieten und der Neuen Mitte konkretisiert.

In der Kleinen Anfrage gab es auch Antwort auf die Frage nach den Voraussetzungen für eine Aufstufung. Mittelzentren haben eine „Mitversorgungsfunktion für umliegende Grundgemeinden“, lautete die Antwort. Diese Bedingung sah die Stadt bereits 2014 gegeben. Zur Infrastruktur zählen etwa das Berufsbildungswerk, die rund 1300 Schüler starke Kurt-Schumacher-Schule, eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, 500 Unternehmen, zwei Bahnhöfe und das Hallenbad, das nach dem Abriss der Bad Vilbeler Schwimmstätte verstärkt von Besuchern aus anderen Kommunen frequentiert wird.

Für Bürgermeister Guido Rahn (CDU) steht daher fest: „Wir erfüllen die Kriterien eines Mittelzentrums.“ Die Stadt könne unter dem neuen Status zudem besser ihr Entwicklungspotenzial ausschöpfen. Dazu werden auch die Schlüsselzuweisungen des Landes beitragen, die um zwei Millionen Euro steigen werden. Nachteile gebe es für Karben als Mittelzentrum keine, so Rahn.

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