Karben

Karben investiert in Sozialwohnungen

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Die städtische Wobau soll zusammen mit einem Partner 150 neue Wohnungen im Brunnenquartier zu bezahlbarer Miete bauen.

Nicht allein mit der städtischen Gesellschaft Wobau soll in den kommende Jahren bezahlbarer Wohnraum in der Stadt entstehen, sondern mit einem Kooperationspartner vorzugsweise aus dem öffentlichen Wohnungsbau, berichtet CDU-Fraktionschef Mario Beck. In der jüngsten Stadtverordnetensitzung stellte die Mehrheitsfraktion einen Antrag zum Investitionshaushalt vor, für zehn bis 15 Millionen Euro Wohnungen im Brunnenquartier zu bauen, deren Mieten sich Gering- und Normalverdiener leisten können. Die Wobau soll dort von den 550 geplanten Wohneinheiten 150 selbst bauen und später 50 in den eigenen Bestand aufnehmen. Das gesamte Quartier soll eine Sozialbindungsquote von 20 Prozent nach dem Richtlinien des Landes Hessen erhalten, hieß es in der Parlamentsdebatte. Der CDU-Antrag wurde im Parlament angenommen.

Dies sei die mit Abstand größte Investition im öffentlichen Wohnungsbau in der Geschichte der Stadt Karben, bemerkt Beck. Angesichts der Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt der Rhein-Main-Region sei diese Großinvestition geboten. Da die Stadt das Vorhaben in der aktuellen Zinssituation sehr günstig finanzieren könne, sei diese Investition auch den Steuerzahlern gegenüber gut zu vertreten, heißt es.

Beck erinnert daran, dass eine solche Quote nicht erst beim Baugebiet Brunnenquartier in der Innenstadt beschlossen wurde, sondern ebenso für das Gebiet nördlich der Fuchslöcher im Stadtteil Petterweil. „Abgelehnt haben wir in der Vergangenheit lediglich pauschale Quoten für alle Neubaugebiete. Eine solche ist nicht praktikabel, da wir auch Baugebiete mit einem hohen Anteil an Einfamilienhaushäuser haben“, notiert Beck. Der private Bauherr für den Eigenbedarf könne eine Sozialquote nicht erfüllen. Allerdings vergebe die Stadt in diesen Baugebieten nach sozialen Kriterien preiswerten Baugrund an junge Familien, merkt Beck an.

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