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Solarzellen (Symbolfoto).

Energie

Karben erlaubt Solarmodule zur Stromproduktion für den Eigenbedarf

Der Karbener Magistrat gestattet den Einbau von Solarmodulen, die Strom für den eigenen Haushalt erzeugen. In Bad Vilbel scheitert der Antrag auf Förderung.

Zwei Städte, zwei Meinungen zu Solaranlagen auf Balkonen. Während die Grünen in Bad Vilbel mit der Forderung, Photovoltaikanlagen auf Balkonen seitens der Stadt zu fördern, bei der Mehrheit der Stadtverordneten abgeblitzt waren, sieht es in der Nachbarstadt Karben ein wenig anders aus. Die SPD hatte in der letzten Sitzungsrunde eine Anfrage eingebracht, wie Karben zu kleinen Solarmodulen auf Balkonen steht. In der offiziellen Magistratsantwort heißt es, grundsätzlich seien haushaltsübliche Solaranlagen baugenehmigungsfrei. Allerdings dürfe von den Solarelementen keine Blendwirkung ausgehen. „Bei Balkonkonstruktionen müssen diese statisch auf die Aufnahme zusätzlicher Traglast ausgelegt sein“, so Bürgermeister Guido Rahn (CDU) weiter.

Die Vilbeler Grünen haben erklärt, was es mit den Anlagen auf sich hat. Balkon-PV-Anlagen seien kleine Photovoltaiksysteme, die über eine Steckdose im Haushalt angeschlossen würden. Auf diesem Weg speisten sie Strom ins Netz der Wohnung ein. Der Strom werde dann von angeschlossenen Elektrogeräten verbraucht. Solche Module würden direkt am Balkongeländer befestigt oder auf Terrassen aufgestellt. „Die Geräte produzieren in der Regel genug Strom, um einen wesentlichen Teil der Grundlast eines Haushalts zu decken.“

Aus dem Karbener Rathaus heißt es zu den Voraussetzungen weiter, es seien keine besonderen Bauanträge nötig. Lediglich solle die Baumaßnahme angezeigt werden. „Diese Anzeigen werden zu den Akten genommen, nicht inhaltlich überprüft oder statistisch erfasst.“ Bei Neubauprojekten seien die Solaranlagen in der Regel in den Bauanträgen dargestellt. (pe)

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