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Die neue Abstellanlage am Nordbahnhof in Vilbel hat bei der besseren Note mit eine Rolle gespielt, meint der ADFC.

Bad Vilbel/Karben

Fahrradklima in Bad Vilbel und Karben etwas besser

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Bad Vilbel und Karben im Wetteraukreis schneiden beim ADFC-Test positiver ab. Karben liegt deutlich vorne.

Bad Vilbel und Karben haben sich bei der Fahrradfreundlichkeit leicht verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt der achte Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Die Umfrage fand vom 1. September bis zum 30. November 2018 statt. In Hessen sei es nur acht von 71 Kommunen gelungen, ihren Notenwert leicht zu verbessern. Bad Vilbel und Karben gehören dazu, so der ADFC Bad Vilbel. Karben habe sich in Hessen sogar am stärksten verbessert. Es kletterte um knapp 0,3 Punkte auf 3,27. Bad Vilbel schaffte es bis auf eine glatte 4 und liegt damit nach wie vor hinter Karben.

Im Ranking der 71 hessischen Städte, das angeführt wird von Baunatal (2,67), liege Bad Vilbel auf Platz 48. Karben belege dagegen Platz 5. Auch im bundesweiten Ranking der 311 bewerteten Städte gleicher Größenklasse erreiche Karben mit Rang 16 ein beachtliches Ergebnis. Dass die Menschen in Vilbel und Karben die Situation für den Radverkehr in ihren Kommunen mittlerweile wohlwollender bewerten, könne aber nicht über ihre anhaltende Unzufriedenheit mit den Bedingungen hinwegtäuschen.

Am schlechtesten komme in Vilbel die Kontrolle von Falschparkern weg, die Radwege blockierten. Deshalb müsse es mehr Kontrollen geben. Vergleichsweise positiv werde die Erreichbarkeit des Zentrums bewertet. Christian Euler vom ADFC Bad Vilbel ist sicher, dass der Ausbau des Nidda-Radwegs zwischen Gronau und Dortelweil, der neu gestaltete Radweg zwischen Römerbrunnen und Rathausbrücke durch den Burgpark sowie die Sanierung der Wege zwischen Dottenfelderhof und Büdinger Straße positiv registriert wurden.

Ebenfalls positiv zu Buche schlagen dürften die überdachten Radabstellanlagen an den Bahnhöfen sowie die Öffnung von vier Einbahnstraßen. Gleichwohl liege Vilbel bei allen Punkten außer den Abstellanlagen noch immer unter dem Durchschnitt anderer Städte seiner Größe.

Auch Karbener Radelnde äußerten seien vergleichsweise zufrieden mit der Erreichbarkeit des Zentrums. Ebenso mit der Öffnung von Einbahnstraßen. Hingegen bemängeln sie die Verkehrsführung an Baustellen. Auch die Radfahrbedingungen im Mischverkehr drückten Karbens Note nach unten. Beispiel Brunnenstraße, wo es den Radlern an Platz fehlt.

Karbens Resultat beruht nach Einschätzung des ADFC darauf, dass die Stadt in den letzten Jahren vor allem für Freizeitradelnde einiges getan hat. Doch auch für den Alltagsradverkehr müsse noch viel passieren. Das hätten die Teilnehmer des Tests offensichtlich vorsorglich honoriert. „Jetzt muss aber auch geliefert werden”, so der ADFC. 

www.adfc-bad-vilbel.de

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