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Der Roggauer lernt dieser Tage für das Abitur.
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Der Roggauer lernt dieser Tage für das Abitur.

Wetterau

Erst 18, aber schon im Parlament

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Er macht gerade erst Abitur, ist aber bereits jüngster Stadtverordneter von Karben. David Gubitzer vertritt dann eine Fraktion im Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur.

Viel Zeit hat David Gubitzer an diesem Montagmorgen nicht – bloß eine halbe Stunde. Dann muss er zurück in den Unterricht. Noch stehen Klausuren an und die mündlichen Abiturprüfungen. In ein paar Wochen ist es aber geschafft. Am 17. Juni sollen er und seine Klassenkameraden an der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) das Abiturzeugnis in den Händen halten. Dann wird die Schule einen neuen Schülersprecher brauchen, der an Gubitzers Stelle tritt. Der 18-Jährige selbst hat schon eine neue ehrenamtliche Aufgabe gefunden, um sich weiterhin für andere einzusetzen. Nur sind das nicht mehr nur seine Mitschüler, sondern alle Einwohner der Stadt.

Seit vergangenen Freitag ist Gubitzer Karbens jüngster Stadtverordneter. In der ersten Sitzung der neuen Wahlperiode saß er neben Karlfred Heidelbach, dem 69- jährigen erfahrenen Ortsvorsteher von Burg-Gräfenrode. Heidelbach könnte Gubitzers Großvater sein. Dass der KSS-Schüler einer von 21 CDU-Stadtverordneten sein würde, war vor der Kommunalwahl nicht abzusehen.

Der Abiturient stand auf Platz 28 der CDU-Wahlliste

Doch weil einige als Magistratsmitglieder auf ihr Mandat verzichten mussten und Gubitzer vom Kumulieren profitierte, schaffte es der Roggauer von Listenplatz 28 in die Stadtverordnetenversammlung. „Relativ viele Leute kamen auf mich zu und sagten: ‚Ich hab‘ dich gewählt.‘“ Gerechnet habe er damit nicht, sagt Gubitzer. Die neue Aufgabe nimmt er ernst. „Ich werde das Mandat auf jeden Fall wahrnehmen“, betont der Neuling im Parlament. Er soll seine Fraktion im Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur vertreten. „Gerade auf lokaler Ebene kann man unheimlich viel erreichen.“ Die Wege seien nicht weit und „man sieht, was man macht“.

Dass Gubitzer nach dem Abitur anfangen will zu studieren – ein wirtschaftswissenschaftliches Fach, kombiniert mir Politik könnte er sich gut vorstellen –, wird daran nichts ändern. „Mein Hauptwohnsitz wird in Karben bleiben“, sagt er. Gemeinsam mit seinen Eltern und zwei Brüdern wohnt er am Ortseingang von Burg-Gräfenrode, ganz in der Nähe des Sportplatzes, auf dem Gubitzers Vater seit vielen Jahren Jugendmannschaften der FSG Burg-Gräfenrode trainiert.

Vor rund zwei Jahren ist er in die Junge Union (JU) eingetreten, die in Karben relativ stark ist, kurz vor der Kommunalwahl auch in die CDU. „Die CDU in Karben trifft die Themen am ehesten“, meint Gubitzer. Sie treibe verschiedenste Themen voran. „Die Nordumgehung wäre ohne Bürgermeister Guido Rahn (CDU) nicht gekommen.“ Das Stadtoberhaupt treffe ganz einfach den Nerv der Zeit. Gubitzer rechnet es Rahn hoch an, dass dieser den Ausbau des schnellen Internets in Karben forciert hat. Kein Wunder, hat Burg-Gräfenrode doch bislang das langsamste Netz von allen Stadtteilen.

Auch auf Bundesebene habe er die größten Schnittmengen mit der CDU. Die Union sei heute eine moderne Partei, die auch Themen wie Einwanderung ganz offen diskutiere. Dafür stünden nicht zuletzt Personen wie CDU-Generalsekretär Peter Tauber, sagt Gubitzer.

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