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Sind zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens: die beiden Vorstände Dirk Vennemann (links) und Nico Ubenauf.
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Sind zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens: die beiden Vorstände Dirk Vennemann (links) und Nico Ubenauf.

Karben Satis&fy

Erfolge mit Licht und Ton

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Das Karbener Unternehmen für Veranstaltungstechnik, satisfy, zählt in Europa zu den führenden seiner Branche. Und die Krurve zeigt weit nach oben: acht Standorte weltweit, die Deutsche Bank und Nike als Partner. Nun hat satis&fy seine erste Gemeinwohlbilanz vorgelegt.

Es geht vorbei an der Kelterei Rapp’s und dem Hotel Quellenhof. Die Straße wird holprig und schmal. Es würde nicht verwundern, würde sie in wenigen Metern in einen Feldweg übergehen. Doch weit gefehlt. Hinter einer kleinen Brücke erscheint das Ziel: der Hauptsitz von satis&fy, einem der führenden europäischen Anbieter für Veranstaltungstechnik.

Von der 1993 gegründeten Firma stammen Bühnenbeleuchtung und Beschallung beim Musikfestival „Rock am Ring“, die Deutsche Bank zählt zu den Kunden, und bei der Fußball-WM in Brasilien wird das Anfang 2014 in Sao Paulo eröffnete Büro „eine ganze Reihe von Pressekonferenzen inszenieren“, wie Vorstand Nico Ubenauf sagt. Für gestern hatte das Unternehmen eingeladen, um der Presse seine erste Gemeinwohlbilanz zu präsentieren – nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen in der Event-Branche. Eine Gemeinwohlbilanz bewertet nicht die finanziellen Aspekte einer Firma, sondern sie stellt Faktoren wie Nachhaltigkeit, Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung, Arbeitszeitmodelle, Gleichstellung, Lohn und Mitbestimmung auf den Prüfstand.

400 Mitarbeiter weltweit

In den vergangenen sieben Monaten hätten sich immer wieder Gruppen von drei bis sieben Mitarbeitern zu Workshops zusammengefunden, um die ethische und soziale Ausrichtung des Unternehmens anhand von bestimmten Kriterien zu erörtern. Die Ergebnisse wurden in einem Gemeinwohlbericht zusammengefasst. Als Unterstützung für dessen Erstellung habe man „extra eine Umweltwissenschaftlerin eingekauft“, erläutert Ubenauf. Satis&fy ließ die Bilanz von Auditoren des Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, die einen Tag lang in der Karbener Zentrale waren, bewerten und wurde für seine Bemühungen nun von dem Verein ausgezeichnet. Am Ende standen 247 von 1000 möglichen Gemeinwohlpunkten.

Das hört sich nach keiner hohen Punktezahl an. Doch Ubenauf betont: „Wir liegen bei keinem der Indikatoren unter den gesetzlichen Standards.“ Das Unternehmen will auf der Grundlage der Ergebnisse weiter in Richtung Nachhaltigkeit arbeiten. Doch schon bisher hatte das Unternehmen die Ökologie im Blick. Ökoteppiche statt beschichteter Brandschutzteppiche, eine Showbeleuchtung mittels LED und die in den Konstruktionen verwendeten Hölzer alle aus kontrollierter Waldwirtschaft, wie Ubenauf sagt.

Schließlich würden die Gewinne im Unternehmen bleiben und nicht an externe Stakeholder weitergegeben. „Auch wenn wir ein kleines Unternehmen sind, möchten wir Akzente setzen“, so der Vorstand. Dabei kann von einem kleinen Unternehmen keine Rede mehr sein. Mehr als 400 Mitarbeiter weltweit; ein Gesamtumsatz von 45,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012/2013, der bereits zur Mitte des laufenden Geschäftsjahres übertroffen werden könnte; neben der Deutschen Bank den Sportartikelhersteller Nike als Großkunden; Büros im amerikanischen Portland und Sao Paulo sowie eine kürzlich in Hamburg eröffnete Dependance.

Für den Sommer geplant und laut Ubenauf so gut wie beschlossen ist eine Übernahme der Lightcompany, eines Unternehmens für Veranstaltungstechnik aus Neuss. Die Zusammenarbeit, heißt es in einer Pressemitteilung der Firma, bedeute eine Ergänzung in den Bereichen Licht, Kinetik („Bewegungstechnik mit visuellen Effekten“), Ton und Bühnenbau. Zudem baue satis&fy so seine regionale Präsenz in der Wirtschafts- und Kulturregion zwischen Düsseldorf und Köln aus.

Weitere Infos zum Unternehmen gibt es unter: www.satis-fy.com. Wer mehr wissen möchte über Gemeinwohl-Ökonomie, wird fündig unter: www.gemeinwohl-oekonomie.org.

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