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Sabrina Nestola, Salih Sueleyman und Marktleiterin Andrea Geißler (rechts) kontrollieren die Mindesthaltbarkeit.
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Sabrina Nestola, Salih Sueleyman und Marktleiterin Andrea Geißler (rechts) kontrollieren die Mindesthaltbarkeit.

Karben „Lädchen für alles“

Zum Einkaufen um die Ecke

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Der Gemüsesaft, der Frischkäse, das Waschmittel – zu 90 Prozent kommen die Produkte von tegut. Das „Lädchen für alles“ nutzen viele Okärber. Betrieben wird das Lädchen von Auszubildenden des Berufsbildungswerkes Südhessen (BBW).

Irmgard Fladung stellt die zwei Plastiktüten in einem Einkaufswagen ab. Die Seniorin atmet tief durch. Zum Glück hat sie es nicht weit bis zu ihrem Elektromobil. Das steht direkt neben dem Eingang vom „Lädchen für alles“ in der Hauptstraße, Ecke Friedhofstraße in Okarben. „Es wurde Zeit, dass wieder ein Laden hier öffnete“, sagt sie. „Ich komme zwei bis dreimal in der Woche hierher.“ Früher habe sie selbst zwei Lebensmittelgeschäfte in Okarben gehabt. Doch die hätten wegen der Supermarkt-Konkurrenz schließen müssen.

Seit einem Dreivierteljahr gibt es das Lädchen, das Auszubildenden vom Berufsbildungswerk Südhessen (BBW) betreiben. „Sie sollen den Laden alleine führen“, sagt Marktleiterin Andrea Geißler. „Ich schaue dann noch einmal drüber.“

Der Gemüsesaft, der Frischkäse, das Waschmittel – zu 90 Prozent kommen die Produkte von tegut. Das BBW verkaufe sie in Kommission und werde am Umsatz beteiligt, sagt Knuth John. Er leitet bei dem Fuldaer Lebensmittelgroßhandel den Bereich „Lädchen für alles“. Gerade gestern öffnete das 25. in Schonungen bei Schweinfurt.

Seit vier Jahren gibt es das Projekt, mit dem tegut den Worten Johns folgend mehr idealistische als profitorientierte Ziele verfolgt. „Für uns ist das ein soziales Projekt.“ Gewinn würden die Lädchen nicht abwerfen, aber man wolle die Attraktivität der Standorte fördern. Die Nahversorgung auf dem Dorf aufrecht erhalten, weil der Anteil alter Menschen in der Gesellschaft stetig zunimmt, darum gehe es dem Unternehmen.

In Okarben danken es die Menschen. Der Laden sei einer der meist besuchten von allen, sagt John. „Wir haben etwa 300 Kunden am Tag“, sagt auch Marktleiterin Geißler. Dazu gehört auch der örtliche Kindergarten, der zweimal in der Woche größere Lieferungen für seine Mittagessen bestellt.

„Zufriedenstellend“ findet BBW-Geschäftsführerin Renée Eve Seehof, wie der Verkauf angelaufen ist. Der Umsatz stimme zwar, doch sei noch Luft drin. Der Laden trage sich nur, weil die Auszubildenden über die Agentur für Arbeit gefördert würden und deshalb keine Vergütung bekämen. „Wenn die Entwicklung so bleibt, kommen wir bis 2015 in den grünen Bereich.“ Das Berufsbildungswerk habe es sich zur Aufgabe gemacht, sich stärker mit den Menschen vor Ort zu vernetzen, sagt Seehof. Das Lädchen ist Teil diese Konzepts. Die Kunden würden nicht nur zum Einkaufen kommen, sondern auch um sich Neues zu erzählen, sagt Geißler. Insofern ist das Konzept aufgegangen.

Als das BBW den Laden eröffnete, hat es den Verkauf seiner selbst hergestellten Produkte dorthin ausgelagert: Öl, Blumen, Marmelade, Kuchen, Geschenkkörbe und mehr aus eigener Produktion können die Kunden hier kaufen.

Für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, gibt es freitags ab 20 Euro Einkauf auch einen Lieferservice. Wenn es sein muss, auch auf telefonische Bestellung hin.

Lädchen für alles, Friedhofsweg 2, 61184 Karben, Telefon 06039 / 4851096. www.tegut.bbw-suedhessen.de.

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