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Blauflossenthunfisch am Klavier

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Die Karbener Manfred Brandt (rechts) und Axel Kaapke in ihrem Tonstudio
Die Karbener Manfred Brandt (rechts) und Axel Kaapke in ihrem Tonstudio © Rolf Oeser

Der Programmierer Manfred Brandt und der Berufsmusiker Axel Kaapke arbeiten schon seit über zehn Jahren zusammen. Die ganzen Jahre über haben sie Fremdproduktionen und Werbejingles bearbeitet - jetzt produzierten sie ihr erstes eigenes Album.

Von Jana Tempelmeyer

Rhythmische elektronische Klänge, verbunden mit Streichinstrumenten, eine „musikalische Synthese aus Organischem und Technischem“ charakterisiert die Musikrichtung Nu Jazz. Musik zum Entspannen und „Entschleunigen“, zum Hinhören, aber auch als Untermalung zu einem netten Gespräch, so definieren Axel Kaapke und Manfred Brandt ihr erstes Album „Cliandissimo“. „Blauflossenthunfisch“, „Das grüne Klavier“, „Safari Polar“ oder „Schwerelos im Orbit“, heißen einige der insgesamt elf Titel auf der CD des Duos Cliander.

Produziert wurde das Album im eigenen Tonstudio in Karben. Das Label Clianthus, 2009 von Brandt und Kaapke gegründet, ist offen für verschiedene Künstler, legt aber den Schwerpunkt auf Lounge, Jazz und Weltmusik.

Programmierer Manfred Brandt und Berufsmusiker Axel Kaapke arbeiten schon seit über zehn Jahren zusammen. Die ganzen Jahre über haben sie Fremdproduktionen und Werbejingles bearbeitet. Irgendwann kam der Wunsch nach etwas Eigenem. Anfang dieses Jahres waren sie mit der ersten eigenen CD fertig.

Nu Jazz unterscheidet sich vom herkömmlichen Jazz durch die Streichinstrumente, die beim Jazz eigentlich nicht vorkommen. Bei Cliander findet man „breite orchestrale Sounds“, wie zum Beispiel Streicher, Bläser, Klarinetten und Oboen. Aber auch Elemente des Latin-Percussion werden vereint, einige Stücke wurden mit Congas und Bongos ergänzt.

Musiker Kaapke, der auch einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Mainz hat, betont, dass jedes Stück eine eigene Geschichte mit sich trage und erzähle. „Villa Winter“ etwa handelt von einem verlassen Anwesen auf Fuerteventura, wo einst ein deutscher General gastierte.

Sein Lieblingslied ist „Das grüne Klavier“. Es stelle einen Gegenpol zu den anderen Stücken dar, so Kaapke. Die meisten Stücke seien sehr aufwendig, „Das grüne Klavier“ dagegen habe nur wenige kammermusikalische Elemente und sei aufgrund seiner Reduktion so besonders. Beide Musiker bezeichnen ihr Album als „Gesamtding“, Kunstwerk wollen sie es nicht nennen. Ziel sei gewesen, dass jedes Lied etwas Besonderes habe und alle in etwa gleich gut seien.

Bei der Namensfindung von Band und Label war die Tochter Kaapkes maßgeblich beteiligt: Als Dreijährige hatte Lilly sich drei Freunde erfunden: Biggi, Kulla und Cliander. Manfred Brandt war von dem Namen Cliander total begeistert, weil der nach einer besonderen Pflanze klinge. Bei Recherchen fanden sie heraus, dass Clianthus die Nationalblume Australiens ist, die sogenannte Ruhmesblume. Spätestens dann waren die Namen klar.

Am kommenden Freitag stellen beide ihr Album in einer Internetradiosendung vor. Dort geben sie auch Hintergrundinformationen zur Produktion. Als nächster Schritt gilt es, das Marketing voranzutreiben Dabei werden Promotion-Aktionen in Gastronomiebetrieben in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden gestartet. Das zweite Album ist schon in der Mache, in etwa zwei Jahren soll es veröffentlicht werden.

„Cliandissimo“ ist als CD nur über das Label (www.clianthus.de) erhältlich. Die Internetradiosendung ist am 12. November von 20 bis 21 Uhr unter www.radio-cisaria.de zu hören.

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