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Karben

Angebote für Wissbegierige in Karben

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Eltern gründen den Verein „Lernfreu(n)de“, um die Frühbildung bei Kindern zu fördern.

Statt zu meckern, haben wir nach einer Lösung gesucht“, sagt Saba Otto-Torkaman. Und die Lösung hat sie mit sechs weiteren Eltern in der Gründung des Vereins „Lernfreu(n)de“ gefunden, der sich die frühkindliche Bildung zur Aufgabe in die Statuten geschrieben hat. Der noch junge Verein legt den Fokus auf die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Zudem steht Englisch im Angebot. Es soll kein Programm für talentierte Jung-Egg-Heads sein, sondern die Lernfähigkeit der Kinder im Kita- bis Grundschulalter durch spielerisches Experimentieren und eigenständiges Arbeiten stärken.

Der Verein sei aus einem Bedarf entstanden, sagt Vorsitzende Otto-Torkaman, die Mutter von zwei bald schulpflichtigen Kindern ist. „Junge Kinder sind von Natur aus sehr wissbegierig, doch es mangelt oft an fördernden Angeboten“, sagt sie. Um das hohe Lernpotenzial in jungen Jahren zu nutzen, wird etwa in Schweden bereits ab der ersten Grundschulklasse Englisch unterrichtet, heißt es. Ähnlich verhalte es sich hierzulande an Privatschulen. „Mit dem Angebot des Vereins soll somit auch Chancengleichheit hergestellt werden“, sagt Otto-Torkaman.

Das Programm

Der Verein „Lernfreu(n)de“ bietet einen Englischkurs mit wöchentlichem Unterricht in Altersgruppen für Kinder von vier bis zwölf Jahren, Mint-Vorschulkurs sowie Englisch- und Mint-Ferienkurse.

Lernort ist das „Haus am Feld“, Feldstraße 14, in Okarben.

Information, Anmeldung und Preise:
www.lernfreunde-ev.de. sun

Dies gelte besonders für die MINT-Fächer, die in der Schule häufig zu kurz kämen, dies belegten auch die Ergebnisse der PISA-Studie, heißt es. Aktuell gibt der Verein einen MINT-Vorschulkurs, der aus drei Blöcken besteht, in dem die „Kinder fast ohne es zu merken Mathematik und Robotik“ kennenlernen. Lernmittel sind altersgerechte Roboter oder, was das Zahlenverständnis angeht, der Kaufmannsladen, mit dem schon die Großeltern etwa das Kopfrechnen übten. Nicht nur Faktenwissen und abstraktes Denken machen den Kurs aus. Auch Achtsamkeit, der Umgang mit den eigenen Gefühlen und sich zu konzertieren sowie Selbstbehauptung stehen auf dem Programm.

Für den Unterricht hat der Verein pädagogische Fachkräfte engagiert, derzeit eine Gymnasiallehrerin und zwei Lehramtsanwärterinnen. Die Auswahl sei sehr sorgfältig vorgenommen worden, um den Qualitätsanspruch des Vereins zu erfüllen, sagt Otto-Torkaman. In einem Privathaus, das dafür eigens eingerichtet worden ist, läuft der Unterricht, der durchaus auch draußen stattfindet, um die Verbindung zwischen Theorie und Realität begreiflich zu machen.

Laut Otto-Torkaman können bei Nachfrage Kurse zusätzlich andernorts in der Stadt etwa im Jukuz gehalten werden. Zudem soll der Wirkungsradius nicht auf Karben begrenzt bleiben. „Bei Bedarf kann der Verein innerhalb des Wetteraukreises expandieren.“ Eine Kooperation mit Schulen sei erwünscht. Bislang gestalte sich der Kontakt zu den öffentlichen Bildungeinrichtungen schwierig, vermutlich ob des Neulands, sagt die Vorsitzende. Auf keinen Fall wolle Lernfreu(n)de in Konkurrenz mit den Schulen treten, heißt es.

Der Verein ist zumindest bei der Stadt Karben schon auf offene Türen gestoßen. Die Kommune beteiligt sich zu 50 Prozent an den Kosten des MINT-Kurses, damit Kinder aus einkommensschwachen Familien kostenfrei teilnehmen können. Dies sei eines ihrer Herzensanliegen, sagt Otto-Torkaman. Daher würden für jetzt und später weitere Sponsoren, Bildungspartner gesucht, die sozial benachteiligte Kinder unterstützen, heißt es.

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