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Gut durchgeschüttelt in Ortenberg.
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Gut durchgeschüttelt in Ortenberg.

Ortenberg

Kalter Markt - zum 746. Mal

Oberhessens größtes Volksfest beginnt am Freitag, 26. Oktober. Das wird schon im Vorfeld interessant für die Besucher. Denn Baustellen behindern die Verkehrswege zum "Kaale Märt".

Von Nikolas Sohn

Der „Kaale Märt“, wie der frühere Pferde-Markt nicht nur von den Ortsansässigen gerne bezeichnet wird, ist die Attraktion in Ortenberg und der weitläufigen Umgebung schlechthin. Vom morgigen Freitag an wird das jährlich stattfindende Volksfest für fünf Tage wieder zum größten Besuchermagneten Oberhessens. Schon weit vor den Ortseinfahrten parken dann die Autos dicht an dicht an den Straßenrändern. Die Veranstalter rechnen mit weit über 200.000 Besuchern, die zur 746. Auflage des Volksfestes in das historisch geprägte Städtchen kommen.

In den Rechnungsunterlagen Ortenbergs erscheint der Begriff „Kalter Markt“ erstmals im Jahr 1422. Über Jahrhunderte hin war der Markt für die Bewohner des Vogelsberges kurz vor Wintereinbruch noch am ehesten zu erreichen, um sich rechtzeitig mit Vorräten und Bekleidung einzudecken.

Krämer, Pferde und Fohlen

Übrig geblieben vom mittelalterlichen Treiben sind der Krämermarkt in den engen Gassen der Altstadt sowie der Pferde- und Fohlenmarkt. Eine neue Kurzhistorie Ortenbergs, die überall auf dem Markt angeboten werden soll, erinnert auch an diese Zeit.

Heute wird hier so ziemlich alles verkauft, was dem alltäglichen Leben mehr oder weniger dienlich ist: Von Geschirr, Gewürzen und Fresskörben bis hin zu warmen Socken und Mänteln ist alles zu bekommen. Hier haben die rund 400 Marktstände Vorrang, nicht die Fahrgeschäfte.

Verbunden ist der Kalte Markt seit Jahrzehnten mit einer Landmaschinen-Schau, überwiegend von heimischen Ausstellern. Viele kleine und mittelständische Handwerks- und Handelsunternehmen – ebenfalls aus der Region – präsentieren in einer Leistungsschau ihre Produkte, vornehmlich zu Zwecken der Haussanierung.

350 Absagen an Schausteller

Wie bedeutend der Kalte Markt als Wirtschaftsfaktor für Schausteller, Händler und die Region ist, zeigt die Anzahl der Bewerber. „350 Interessenten musste die Stadt leider eine Absage erteilen,“ sagt Zahn. Ortenberg sei eben ein attraktives Ziel. „Während des Kalten Marktes werden zweistellige Millionbeträge umgesetzt“. In diesem Jahr bereitet die Verkehrslage den Markt-Organisatoren noch einiges Kopfzerbrechen, denn der Verkehr auf den wenigen Zugangsstraßen nach Ortenberg wird teils durch Baustellen und Umleitungen behindert. Aus Sicht der Veranstalter sind die Befürchtungen der Marktbeschicker, dies könne das Publikum abschrecken, nachvollziehbar: „Der Kalte Markt sichert vielen Händlern und Schaustellern das Einkommen, ehe die Weihnachtsmärkte beginnen“, sagt Zahn.

Die Vollsperrung der B275 zwischen Gedern und Ortenberg immerhin wird für die Zeit des Marktes aufgehoben, wie die Verkehrsbehörde Hessen-Mobil mitteilte. Die beginnenden Bauarbeiten auf der B457 zwischen Büdingen und Büches könnten dagegen nicht verschoben werden. Ebenfalls noch gesperrt ist die Ab-und Auffahrt an der A-45 bei Altenstadt in Richtung Dortmund, die Südrichtung ist dagegen befahrbar. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, alternativ bei Florstadt oder Hammersbach abzufahren. Die Stadt hat Sonderbus-Verbindungen eingerichtet, so dass der „Kaale Märt“ doch noch relativ stressfrei erreicht werden kann.

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