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Kaiserstraßen-Umbau beginnt 2013

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Sieht fast aus wie Elvis bei der Planungskonferenz für den Friedberger City-Umbau. Ist aber von 1958.
Sieht fast aus wie Elvis bei der Planungskonferenz für den Friedberger City-Umbau. Ist aber von 1958. © dpa

Der Elvis-Presley-Platz soll als erstes neu gestaltet werden. Zuvor gibt's archäologische Grabungen. Wenn das der King gewusst hätte.

Der Umbau der Kaiserstraße in Friedberg wird konkret. Im Spätsommer kommenden Jahres soll mit den Arbeiten begonnen werden, teilt Bürgermeister Michael Keller (SPD) mit. Zuerst soll der Elvis-Presley-Platz umgestaltet werden.

Bevor die eigentlichen Umbauarbeiten beginnen können, soll auf dem Platz archäologisch gegraben werden, teilt Keller mit. Eine Römerstraße, Teile eines römischen Lagerdorfes und die Keimzelle der alten Stadt werden hier vermutet. Dauer und Ergebnisse der Grabung seien „derzeit nicht seriös kalkulierbar“.

Der Elvis-Platz soll durch den Umbau wesentlich größer werden, da die Parallelfahrbahn zur Kaiserstraße entfällt. Die Wolfengasse, die die Kaiserstraße mit der Stadtkirche verbindet, soll zur Fußgängerzone werden. Damit seien künftig größere Veranstaltungen auf dem Platz möglich, etwa Eisweihnacht und Weihnachtsbaumverkauf gleichzeitig. Im Sommer soll ein Wasserspiel den Platz beleben. Eine Gastronomie sei „sehr erwünscht“, die Stadt werde sie aber nicht bauen oder betreiben, betont Keller.

Aus für die Biergärten

Die Planungen für die gesamte Kaiserstraße sehen eine deutlich schmalere Fahrbahn vor, die zudem noch auf beiden Seiten Schutzstreifen für Fahrradfahrer erhalten soll. Aus den Bürgersteigen sollen „Flaniermeilen mit großen Aufenthaltsbereichen“ werden. Das bedeute das Aus für die sogenannten „Schafställe“, die eingezäunten Biergärten der Gaststätten. Die Tische und Stühle der Außengastronomie werden künftig ebenerdig auf wesentlich größeren Flächen stehen.

Ziel der Umgestaltung des Boulevards ist, „dass die Ostseite und die Westseite der Kaiserstraße nach dem Umbau in Attraktivität und damit in Einkaufs- und gastronomischem Angebot gleichwertig und gleichrangig sind“, sagt Keller. Der westliche Teil der Straße gilt derzeit als attraktiver, die Ostseite wird als „Pfennigseite“ geschmäht.

Folgende Abfolge ist beim Umbau der Kaiserstraße vorgesehen: Erster Abschnitt wird der Presley-Platz zwischen Wolfen- und Neuhausgasse sein. Es folgt der Abschnitt von diesem Platz bis zur Sparkasse einschließlich des Baus eines Kreisels, der die Kreuzung Kaiser- und Ockstädter Straße ersetzt. Zuletzt ist der Abschnitt zwischen Wolfengasse und Burg dran. (ieb.)

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