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Simone Appel ist 25 und die zweite Kinderbürgermeisterin von Bad Vilbel.
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Simone Appel ist 25 und die zweite Kinderbürgermeisterin von Bad Vilbel.

Kinder-Bürgermeisterin Simone Appel

„Die Jugend mehr in den Fokus“

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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Simone Appel ist 25 Jahre alt, Musical-Darstellerin, Fitnesstrainerin und bald Bad Vilbels zweite Kinderbürgermeisterin. Mit der Frankfurter Rundschau spricht sie über fehlende Zebrastreifen und Alternativen für Teenager.

Simone Appel ist 25 Jahre alt, Musical-Darstellerin, Fitnesstrainerin und bald Bad Vilbels zweite Kinderbürgermeisterin. Die Frankfurter Rundschau hat mit ihr über darüber gesprochen, wo sie Schwerpunkte setzen möchte und wie sie das Ehrenamt mit ihrem Alltag vereinbaren will. Zum Gespräch kommt die Nachfolgerin von Sylvia Becker-Pröbstel mit Hippi-Kopfband, Jeans und Stiefeln. Haarfarbe und Lidschatten Ton in Ton. Ihr Gesicht ziert ein freundliches Lächeln.

Frau Appel, Sie werden bald vom Bürgermeister zur zweiten ehrenamtlichen Kinderbürgermeisterin ernannt. Wie verstehen Sie diese neue Aufgabe?

Es wäre mein Wunsch, Ideen zu sammeln und damit aktiv zur Stadt zu gehen. Aber natürlich bin ich in erster Linie eine Vermittlungsinstanz. Das könnte man vielleicht ausweiten. Aber ich bin sehr dankbar dafür, dass mir Sylvia angeboten hat, mich einzuweisen.

Wie kamen Sie darauf sich zu bewerben?

Es war im Grunde genauso wie vor meiner Bewerbung als Quellenkönigin: Man hat mir nahegelegt, mich zu bewerben. Ich wäre selbst niemals darauf gekommen mich zu bewerben, wenn ich es in der Zeitung gelesen hätte. Aber ich kenne die bisherige Kinderbürgermeisterin über die Christuskirchengemeinde. Sie sagte, dass jemand gesucht wird, der etwas frischen Wind bringen könnte und noch näher am Geschehen der Jugend dran ist als sie selbst. Ich war von Anfang an angetan von der Idee. Ich hatte ja verfolgt, was Sylvia so gemacht hat.

Was reizt Sie an dem Amt?

Ich glaube da kann man viele Projekte starten. Und ich habe Spaß daran, Menschen zu überzeugen. Mich für Kinder und Jugendliche einzusetzen gibt mir immer einen Ansporn. Kinder sind sehr dankbar und schnell zu begeistern.

Haben Sie schon Ideen, die Sie mit in das Amt einbringen?

Ja, natürlich. Kleine wie große Dinge.

Zum Beispiel?

Ich finde es sehr schade, dass sich Jugendliche oftmals vor der Alten Mühle treffen, nur um zu saufen. Gleichzeitig ist es aber ja sehr schön, dass die Jugendlichen überhaupt hier in Bad Vilbel sind. Hier könnte die Stadt auch etwas tun, um ihnen ein Alternativangebot zu machen. Ich fände zum Beispiel ein Jugendzentrum eine gute Idee. Auch würde ich die Idee eines Hochseilparkes gerne aufgreifen, die schon mal diskutiert wurde. Aber es gibt auch kleine Dinge, die mir auffallen und bei denen ich mich um Verbesserungen kümmern möchte. Am Spielplatz am Ritterweiher ist zum Beispiel kein Zebrastreifen mehr. Aber da ist so viel Verkehr, dass es für Kinder gefährlich ist vom Verkehrsübungsplatz über die Straße zu laufen.

Ihre Vorgängerin hatte das Amt zwölf Jahre inne. Wie lange wollen Sie das Amt ausfüllen?

Das weiß ich natürlich noch nicht. Aber ich habe Bürgermeister Stöhr im Vorstellungsgespräch schon gesagt, dass mein Beruf nicht an Bad Vilbel gebunden ist. Allerdings habe ich bisher keinen Grund aus Bad Vilbel wegzugehen und werde erstmal hierbleiben. Schließlich habe ich mir mein berufliches Netzwerk in der Region auch schon aufgebaut. Ohne Vitamin B ist es eben sehr schwer, in der Branche Fuß zu fassen. Ich arbeite ja vor allem mit kleinen Theatern zusammen. Und da wird man immer weiter empfohlen. Als freischaffende Künstlerin bin ich aber so flexibel, dass das Amt sich gerade sehr gut in mein Leben einfädeln lässt.

Wo kann man Sie denn derzeit auf der Bühne sehen?

Bei den Burgfestspielen bin ich bei der Produktion „Blues Brothers“ im Ensemble. Zudem habe ich eine Hauptrolle im Äppelwoi-Theater in Bad Homburg in der Abba-Revue „Abba-Hallo“.

Hat Bürgermeister Thomas Stöhr Ihnen schon gesagt, was er von Ihnen erwartet?

So wirklich in die Thematik eingestiegen sind wir noch nicht. Da weiß ich noch gar nicht genau, wie das vonstatten geht. Aber ich vertraue darauf, dass sich das klären wird, wenn ich in das Amt eingewiesen werde.

Wo wollen Sie denn gerne Schwerpunkte setzen?

Herr Biwer (ehemaliger, inzwischen verstorbener Bürgermeister, Anm. d. Red.) hat das ja damals vor allem für Kinder und Kleinkinder ins Leben gerufen. Sylvia hat das dann etwas erweitert. Und ich könnte mir vorstellen, dass es an der Zeit ist, das Ganze auch aktiv etwas zu erweitern und Jugendliche mehr in den Fokus zu rücken. Das wäre meine Priorität, wenn ich Wünsche äußern könnte. Ich denke, die Kitas und Grundschulen werden eher auf mich zu kommen.

Und was werden Sie als erstes tun?

Ich werde viele Besuche machen und von den Kiddies die Meinung einzuholen. Das wird schon sehr spannend.

Interview: Claudia Isabel Rittel

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